Ob man Kekse mag oder nicht, dieser Hinweis muss sein.
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Meine Myokarditis und ich
#1
Hallo liebes Forum,
Ich melde mich hier, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Zu mir, ich bin männlich, 26 und war mein gesamtes Leben sportlich aktiv. Im letzten Sommer bekam ich dann allerdings nach einer Erkältung Brustschmerzen, Herzrasen und ich war so schlapp, dass ich nur noch den ganzen Tag im Bett verbringen könnte. Erhöhte Blutwerte gaben dann den Hinweis auf eine Herzmuskelentzündung, EKG und Ultraschall waren immer unauffällig. Nach drei Monaten Schonung könnte ich dann wieder so gut wie alles machen. Kurz nach Weihnachten aber wieder das selbe Spiel: Nach einem Infekt wieder die oben genannten Symptome, Blutwerte allerdings nicht auffällig, nach zwei Monaten hatte ich dann einen Kontrolltermin beim Kardiologen und dieser bestätigte mir meine Gesundheit. Also begann ich trotz schwacher Symptome (minimaler Druck auf der Brust und Extrasystolen) wieder mit dem Sport und dies klappte bis vor einer Woche auch unfassbar gut: Wieder ein Heftiger Infekt mit Fieber, dazu ein Herpes Simplex mit starkem Ausschlag. Also zum Hausarzt gefahren, da sich wieder Herzsymptome eingestellt haben, diesmal allerdings keine Brustschmerzen.
Dieser sagte dann, ich soll ruhig mit dem Sport weiter machen, da mein Herz laut Ultraschall eine überdurchschnittlich gute Pumpkraft hat. Des weiteren meinte er, dass ich mich daran gewöhnen soll, dass bei mir nach Infekten solche Symptome auftreten, aber diese nicht schlimm seien, da mein Herz einfach nur bei sowas mitreagiert.
Ich vertrau ihm ja auch, da er mein eigener Onkel ist, und wäre da irgendwas gefährlich, würde er mich nicht so einfach in die Weltgeschichte schicken.
Wie steht ihr zu dieser Situation? Hausarzt und Kardiologe haben mir beide bestätigt, dass Sport nichts im Weg steht.
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#2
Moin,

herzlich willkommen hier.

Es ist nichts Neues, dass Infekte den Kreislauf mächtig herunterhauen können, es ist schon passiert, dass Sportler gestorben sind, weil sie trotz Virusinfekt weiter hart trainiert haben.
Ich rate dir, jegliche Infekte sorgfältig auszukurieren, bevor du dich belastest, aber ansonsten kannst du wahrscheinlich normal weitermachen.

Nachtrag: ich kenne das von mir selber, ob ich einen Infekt habe oder nicht, merke ich sofort auf dem Fahrrad.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.
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#3
Habe heute die Blutergebnisse vom Arzt erhalten, der CK-MB wert ist auffällig erhöht
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#4
Das wäre grundsätzlich ein guter Grund, sich in ein Herzzentrum zu begeben.
Allerdings kann das auch andere Ursachen haben.
Z.B. intensives Krafttraining kann den Wert für ca. 2 Tage enorm erhöhen, siehe hier.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.
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#5
Bei mir war es eine ganz ähnliche Situation. Ich hatte auch nach einem Jahr immer noch kardiale Symptome obwohl Blutwerte, Ultraschall, EKG und selbst Cardio MRT unauffällig waren. Sämtliche Kardiologen in der Umgebung sogar der Leiter der kardiologischen Abteilung des örtlichen Universitätsklinikums haben mir gesagt, mein Herz sei gesund und ich könne Sport machen. Die Symptome kämen von der Psyche. Da aber jegliche gesteigerte Bewegung Brustschmerzen verursachte, habe ich das nicht geglaubt. Schließlich habe ich dann in der Charité in Berlin eine Biopsie machen lassen. Und siehe da: chronische Myokarditis. Jetzt gilt für mich absolutes Sportverbot.
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#6
Hallo Charles,

Laut meinem Arzt sieht man 40% aller chronischen Myokarditen nicht im MRT. Daher ergibt das auch bei Dir Sinn.

Liebe Grüsse Mikel
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#7
Hallo Julius und alle

bei mir war es im Prinzip ähnlich, einfach mal meine älteren Posts hier anschauen. Da gibt es auch einige Threads mit verschiedenen ähnlich betroffenen.

Ich hatte das leider bereits drei mal und jedes mal hat es ziemlich lange gedauert bis alle Symptome ordentlich nachgelassen haben. 1 Jahr vielleicht etwa. Geblieben sind Extrasystolen, nervig aber zum Glück meist nicht so viele. Blöder ist die Frage warum ich überhaupt so anfällig für Myorkarditen bin.

Charles, was macht man nun bei dir? Gibt es eine vermutete Ursache und Therapiemöglichkeiten?

LG
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#8
Ursache ist der Besuch eines Fitnessstudios kurz nach einer schweren Grippe und dann noch mehrmals bevor die Myokarditis richtig abgeheilt war. Dadurch ist es dann chronifiziert. Ich hätte mich vorsichtiger verhalten, wenn ich gewusst hätte, dass man auch nach einer Grippe erst mal nicht zum Sport gehen darf. Auch hätte ich mit dem Sportprogramm nach Beginn der Myokarditis mindestens 6 Monate gewartet, wenn ich gewusst hätte, dass ich eine Myokarditis habe. Alles ziemlich blöd gelaufen.

Es wurde jetzt eine Therapie mit Immunsuppressiva begonnen, die ich aber wegen der Coronakrise unterbrochen habe. Ich wollte diese jetzt demnächst fortsetzen. Falls die nicht anschlagen sollte, wäre der nächste Schritt dann eine Behandlung mit Cortison. Das soll wohl ganz gut wirken.
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#9
Hallo Charles,

In welchem Zentrum der Charite hast Du die Biopsie durchführen lassen? Im Benjamin Franklin oder Virchow? Wie geht es Dir zur Zeit?
Alles Gute weiterhin?

Liebe Grüsse Mikel
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#10
Ich bin bei Herrn Prof. Dr. Tschöpe in Behandlung. Das ist die Charite am Augustenburger Platz 1. Der Forschungsschwerpunkt von Herrn Prof. Dr. Tschöpe ist die Myokarditis, insofern dürfte er für diese Krankheit einer der besten Ärzte in Deutschland sein. Ich fühle mich dort jedenfalls sehr gut aufgehoben. Die führen dort nach eigener Aussage so circa 3-5 Herzkatheteruntersuchungen pro Tag durch, so dass sie sehr viel Erfahrung und Übung damit haben. Deshalb habe ich auch die relativ lange Anreise in Kauf genommen.

Meine Myokarditis ist wohl relativ schwach ausgeprägt. Deshalb kann ich auch immerhin noch circa 30 Stunden die Woche arbeiten gehen (Bürojob). Wenn ich arbeite, habe ich trotz vollständigen Verzichts auf Sport aber täglich Schwindel, Brustschmerz oder Atemnot. Jetzt im Urlaub ist es Gott sei Dank deutlich weniger.
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