04-24-2017, 08:14 AM
Hallo,
Hatte schon im Thema vorher erzählt und gefragt...
5 Tage lang war mein Freund im künstlichen Tiefschlaf. Er ist stabil, die Lungenentzündung ist so gut wie weg, er bekommt immer noch Antibiose, Dialyse und Beatmung. Seit 5 Tagen bekommt er kein Schlaf- und kein Schmerzmittel mehr. Aber er wacht noch immer nicht auf!
Ich bin dankbar, dass er am Leben ist. Seine Aorten-Operation hat er gut überstanden, Wundheilung gut.
Inzwischen klappt auch die Verdauung wieder.
Zwischendurch hat er mal Arme und Beine etwas bewegt. Aber das war nur einmal. Gestern hat er manchmal den Kiefer bisschen bewegt und man sah schwache Augenbewegungen unter den wenig geöffneten Lidern. Auf Musik und singen reagiert er mit ruhigerer Atmung und wird aufgeregt wenn das Lied vorbei ist, wenn man kurz weg geht, bei lauten Geräuschen oder wenn über ernstes geredet wird. Dann meldet sich immer der Alarm für "zu hohe Atemfrequenz".
Inzwischen hab ich die Vorsorgevollmacht unterschrieben, die er mir hinterlegt hatte, und habe einem Luftröhrenschnitt zugestimmt, damit er weiterhin und schonender beatmet werden kann falls nötig.
So dankbar ich auch bin, ich denke auch täglich: Mensch, irgendwann muss doch mal eine Veränderung kommen!
Wie gesagt, ich bin sehr froh, dass er überhaupt übern Berg ist erstmal.
Ich find es Wahnsinn, dass man so eine OP überleben kann. Herz und Lunge waren ja vollständig abgeschaltet. Und dass so ein ausgeschaltetes Herz dann wieder anfängt zu schlagen, das ist irre.
Nun soll ich mich nach Adressen für eine Weaning-Klinik erkundigen, damit er nicht noch weiter von unseren Wohnorten entfernt hin kommt. Die jetzige Klinik ist ja schon über 160km weg.
Aber ich habe Verständnisprobleme in Bezug auf das genaue Vorgehen der nächsten Tage. Jeder Arzt erklärt es mir anders. Nur wenige Ärzte dort sprechen wirklich verständlich deutsch, sie wechseln oft, und meist kann ich nur telefonisch nachfragen und sie haben kaum Zeit.
Weaning bedeutet: das Entwöhnen von der Beatmung. Nötig wenn der Patient weiterhin zu schwach bleibt um selbst alleine zu atmen.
Aber das geht nur mit Luftröhrenschnitt?
Und das wird nur veranlasst wenn er wach ist?
Oder wird er wenn er weiterhin schlafend bleibt schon verlegt?
Ich verstehe nichts mehr.
Ich habe naxh Weaning Kliniken gesucht. Die nächsten sind in 100 bis 150km Entfernung. Wir leben halt am Arsch der Welt. Ich möchte aber auf jeden Fall meinen Freund unterstützen und besuchen.
Er hat ja keine Familie und ich soll und will alles nötige regeln. Ist viel Verantwortung. Dazu kommen noch paar Kleinigkeiten. Z. B. ein frisch gekauftes Haus. Damit steh ich nun erstmal allein da.
Liebe Grüße
Für jeden Rat und Hinweis bin ich dankbar
Hatte schon im Thema vorher erzählt und gefragt...
5 Tage lang war mein Freund im künstlichen Tiefschlaf. Er ist stabil, die Lungenentzündung ist so gut wie weg, er bekommt immer noch Antibiose, Dialyse und Beatmung. Seit 5 Tagen bekommt er kein Schlaf- und kein Schmerzmittel mehr. Aber er wacht noch immer nicht auf!
Ich bin dankbar, dass er am Leben ist. Seine Aorten-Operation hat er gut überstanden, Wundheilung gut.
Inzwischen klappt auch die Verdauung wieder.
Zwischendurch hat er mal Arme und Beine etwas bewegt. Aber das war nur einmal. Gestern hat er manchmal den Kiefer bisschen bewegt und man sah schwache Augenbewegungen unter den wenig geöffneten Lidern. Auf Musik und singen reagiert er mit ruhigerer Atmung und wird aufgeregt wenn das Lied vorbei ist, wenn man kurz weg geht, bei lauten Geräuschen oder wenn über ernstes geredet wird. Dann meldet sich immer der Alarm für "zu hohe Atemfrequenz".
Inzwischen hab ich die Vorsorgevollmacht unterschrieben, die er mir hinterlegt hatte, und habe einem Luftröhrenschnitt zugestimmt, damit er weiterhin und schonender beatmet werden kann falls nötig.
So dankbar ich auch bin, ich denke auch täglich: Mensch, irgendwann muss doch mal eine Veränderung kommen!
Wie gesagt, ich bin sehr froh, dass er überhaupt übern Berg ist erstmal.
Ich find es Wahnsinn, dass man so eine OP überleben kann. Herz und Lunge waren ja vollständig abgeschaltet. Und dass so ein ausgeschaltetes Herz dann wieder anfängt zu schlagen, das ist irre.
Nun soll ich mich nach Adressen für eine Weaning-Klinik erkundigen, damit er nicht noch weiter von unseren Wohnorten entfernt hin kommt. Die jetzige Klinik ist ja schon über 160km weg.
Aber ich habe Verständnisprobleme in Bezug auf das genaue Vorgehen der nächsten Tage. Jeder Arzt erklärt es mir anders. Nur wenige Ärzte dort sprechen wirklich verständlich deutsch, sie wechseln oft, und meist kann ich nur telefonisch nachfragen und sie haben kaum Zeit.
Weaning bedeutet: das Entwöhnen von der Beatmung. Nötig wenn der Patient weiterhin zu schwach bleibt um selbst alleine zu atmen.
Aber das geht nur mit Luftröhrenschnitt?
Und das wird nur veranlasst wenn er wach ist?
Oder wird er wenn er weiterhin schlafend bleibt schon verlegt?
Ich verstehe nichts mehr.
Ich habe naxh Weaning Kliniken gesucht. Die nächsten sind in 100 bis 150km Entfernung. Wir leben halt am Arsch der Welt. Ich möchte aber auf jeden Fall meinen Freund unterstützen und besuchen.
Er hat ja keine Familie und ich soll und will alles nötige regeln. Ist viel Verantwortung. Dazu kommen noch paar Kleinigkeiten. Z. B. ein frisch gekauftes Haus. Damit steh ich nun erstmal allein da.
Liebe Grüße
Für jeden Rat und Hinweis bin ich dankbar


