02-25-2013, 06:15 PM
Hallo,
Mein Name ist Daniel (20 Jahre alt) und ich bin neu hier im Forum !
Diagnose:
Vor etwa 6 1/2 Wochen (10. Januar - und nebenbei auch mein Geburtstag..) stellte mir man die Diagnose "Campybolacter jejuni assozierte Myokarditis".
Medikamente:
Betablocker Bisoprolol - 1,25 MG
Candessartan Celixetil (ACE-Hemmer Ersatz - da nicht vertäglich) - 4 MG
Verlauf:
Alles begann mit einer Durchfallerkrankung, die am 20. Dezember begann. Nach 2 Tagen ging es mir so schlecht, dass mich der Hausartz mit 40,5 °C Fieber ins Krankenhaus überwieß. Dort hatte ich die ersten 3 Tage bis zu 60 Durchfälle pro Tag. Ich bekam pro Tag wohl an die 20 Infusionen. Nach 6 Tagen (26 Dez.) wurde ich ohne Durchfall-Beschwerden wieder entlassen. Ein Fehler, den eigentlich fühlte ich mich überhaupt nicht fit - wollte aber unbedingt heim..
Daheim angekommen verbesserte sich meine Lage nicht. Ich hatte mittlerweile 7 KG verloren und weiterhin absolut kein Hungergefühl & Appetitt. Ich aß pro Tag höchstens eine Mahlzeit. Auch lag ich nur den ganzen Tag nur mehr auf Couch und bewegte mich kaum. Auch Brustschmerzen waren zu spüren. Bei der Kontrolle 7 Tage nach meiner Entlassung war mein Troponin (und noch ein paar andere Werte) erhöht. 3x so hoch wie sonst. Auch Lipase & Amylase (Bauchspieldrüsewerte) waren erhöht. Bei der Kontrolle am nächsten Tag waren meine Werte weiterhin erhöht. Meine Sorge wurde nun stärker. Ich litt an Panikanfällen & Brustschmerzen.Ironischerweiße beschäftige ich mich im Internet und hatte große Angst
an einer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüseentzündung) erkrankt zu sein.
Auch der Begriff Myokarditis wurde mir nun ein Begriff, bereitete mir aber wenig Sorgen.
Als am 4.Januar ein weiterer heftiger Panikanfall auftratt, bat ich meine Mum mich ins KH zu fahren. Sie stimmte zu. Blutwerte waren weiterhin erhöht. Die Sonographie dauerte über 30 Minuten. Der Arzt hatte einen kleinen Perikarderguss in meinen linken Herzbeutel entdeckt. Ich wurde stationär aufgenommen. Mir ging es durch die erhöhten Amylase & Lipase werten echt schlecht. Ich konnte nicht essen und musste mich andauerend übergeben und hatte auch Durchfall. Ich bekam wieder Infusionen. Diesmal auch Antiboitika über die Vene. Am 9. Januar hatte ich eine MRT. Die Übelkeit & der Durchfall wurden mittlerweile etwas besser. Alle Blutwerte waren rückäufig. Das MRT ergab dann die Diagnose, welche ich an meinen Geburtstag (10. Januar) dann auch bekam. Herzmuskelentzündung & 50 % LVF. Ich wurde dennoch am selben Tag entlassen mit der Aufforderung mich 6 Wochen zu schonen. Für den 4. Februar bekam ich einen Termin an einer Herz-Reha-Klinik. Bis dahin ging es mir unterschiedlich. Die zweite Woche nach der Entlassung hatte ich kaum Probleme. Ich schonte mich halt und saß viel vor dem PC. Die Ärzte hatten mir das auch erlaubt. In der 3 Woche hatte ich plötzlich einen extrem hohen Puls (Ich leide seit Kindheit an einen hohen Ruhepuls - ca. 100). An diesem Tag war meist um die 120. Ich fühlte mich wieder schlechter und war körperlich erschöpft. Ich hatte es vlt mit dem PC übertrieben? Keine Ahnung. Das war Ende Januar. Seitdem schonte ich mich komplett. So wenig wie möglich hab ich mich bewegt. Bei der Kontrolle am 4 Februar war meine Entzündung noch immer vorhanden (Entzündung oder Narben - Das sieht man dann im April). Meine LVF ist allerdings von 50 % auf 60 % gestiegen. Wie das? Die nächste MRT Untersuchung wurde auf April angesetzt. Ok, dachte ich mir. Die Diagnose ist jetzt 3,5 Wochen her, so schnell wirds halt nicht gehen. Jetzt ist die Diagnose allerdings schon 7 1/2 Wochen her und ich liege nur mehr rum. Mir ist alles zuviel, selbst Duschen & Anziehen empfinde ich als Kraftakt. Ich ging mehrfach zum Hausarzt, der kann mir aber nicht wirklich helfen. Jetzt hab ich mir für morgen einen Termin bei dem Arzt der Herzklink besorgen können. Habe ich jetzt einen Kardiologen hinzugezogen (Termin 7. März). Auch bin ich seit dieser Erkrankung zum absoluten Nervenwrack geworden. Panikanfälle, Angstzustände & Selbstmordgedanken bestimmen meinen Alltag. Ich bin zum Glück ein offener Mensch und hab meine Mum & Freunde davon erzählt (vom Selbstmord). Die konnten mich beruhigen. Bin allgemein ein ängstlicher (und depressiver) Mensch und gehe daher eh schon seit 2 Jahren zu einem Psychologen - welcher nun auch bescheid weiß. Die ganzen Berichte im Internet ... ich will einfach nicht mehr. Was man da alles zu lesen bekommt bereitet mir furchtbare Angst. Keine Ahnung warum, aber für mich ist diese Diagnose ein Todesurteil. Ich hatte als Kind eine körperliche Behinderung, die ich mit 18 Jahren behandeln ließ. Nach 16 Monaten Pysio konnte ich endlich komplett normal leben ! Keine Beschwerden, nichts. Ich war überglücklich ! Endlich konnte ich laufen und mich besser sportlich betätigen. Daher trifft mich das jetzt extrem hart. Mir ist durchaus bewusst das man für die Krankheit einen langen Atem braucht und sie auch ausheilen kann. Bei meinem Glück habe ich den Glauben daran aber schon längst verloren.. Auch da ich bis heute nicht weiß, ob durch Bakterien verursachte Entündungen ausheilen können. Das Internet scheint da geteilter Meinung zu sein. Manchmal heißt es, sie heilen besser aus - da durch Antiboitika behandlebar. Bei manchen Seiten steht wieder das genaue Gegenteil .. Ich bin verunsichert und brauche Menschen mit ähnlichen Erfahrugen. Ich bin psychisch nicht so stark, dass ich sowas einfach mal akzeptieren und wegstecken kann. ;(
Mein Name ist Daniel (20 Jahre alt) und ich bin neu hier im Forum !
Diagnose:
Vor etwa 6 1/2 Wochen (10. Januar - und nebenbei auch mein Geburtstag..) stellte mir man die Diagnose "Campybolacter jejuni assozierte Myokarditis".
Medikamente:
Betablocker Bisoprolol - 1,25 MG
Candessartan Celixetil (ACE-Hemmer Ersatz - da nicht vertäglich) - 4 MG
Verlauf:
Alles begann mit einer Durchfallerkrankung, die am 20. Dezember begann. Nach 2 Tagen ging es mir so schlecht, dass mich der Hausartz mit 40,5 °C Fieber ins Krankenhaus überwieß. Dort hatte ich die ersten 3 Tage bis zu 60 Durchfälle pro Tag. Ich bekam pro Tag wohl an die 20 Infusionen. Nach 6 Tagen (26 Dez.) wurde ich ohne Durchfall-Beschwerden wieder entlassen. Ein Fehler, den eigentlich fühlte ich mich überhaupt nicht fit - wollte aber unbedingt heim..
Daheim angekommen verbesserte sich meine Lage nicht. Ich hatte mittlerweile 7 KG verloren und weiterhin absolut kein Hungergefühl & Appetitt. Ich aß pro Tag höchstens eine Mahlzeit. Auch lag ich nur den ganzen Tag nur mehr auf Couch und bewegte mich kaum. Auch Brustschmerzen waren zu spüren. Bei der Kontrolle 7 Tage nach meiner Entlassung war mein Troponin (und noch ein paar andere Werte) erhöht. 3x so hoch wie sonst. Auch Lipase & Amylase (Bauchspieldrüsewerte) waren erhöht. Bei der Kontrolle am nächsten Tag waren meine Werte weiterhin erhöht. Meine Sorge wurde nun stärker. Ich litt an Panikanfällen & Brustschmerzen.Ironischerweiße beschäftige ich mich im Internet und hatte große Angst
an einer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüseentzündung) erkrankt zu sein.
Auch der Begriff Myokarditis wurde mir nun ein Begriff, bereitete mir aber wenig Sorgen.
Als am 4.Januar ein weiterer heftiger Panikanfall auftratt, bat ich meine Mum mich ins KH zu fahren. Sie stimmte zu. Blutwerte waren weiterhin erhöht. Die Sonographie dauerte über 30 Minuten. Der Arzt hatte einen kleinen Perikarderguss in meinen linken Herzbeutel entdeckt. Ich wurde stationär aufgenommen. Mir ging es durch die erhöhten Amylase & Lipase werten echt schlecht. Ich konnte nicht essen und musste mich andauerend übergeben und hatte auch Durchfall. Ich bekam wieder Infusionen. Diesmal auch Antiboitika über die Vene. Am 9. Januar hatte ich eine MRT. Die Übelkeit & der Durchfall wurden mittlerweile etwas besser. Alle Blutwerte waren rückäufig. Das MRT ergab dann die Diagnose, welche ich an meinen Geburtstag (10. Januar) dann auch bekam. Herzmuskelentzündung & 50 % LVF. Ich wurde dennoch am selben Tag entlassen mit der Aufforderung mich 6 Wochen zu schonen. Für den 4. Februar bekam ich einen Termin an einer Herz-Reha-Klinik. Bis dahin ging es mir unterschiedlich. Die zweite Woche nach der Entlassung hatte ich kaum Probleme. Ich schonte mich halt und saß viel vor dem PC. Die Ärzte hatten mir das auch erlaubt. In der 3 Woche hatte ich plötzlich einen extrem hohen Puls (Ich leide seit Kindheit an einen hohen Ruhepuls - ca. 100). An diesem Tag war meist um die 120. Ich fühlte mich wieder schlechter und war körperlich erschöpft. Ich hatte es vlt mit dem PC übertrieben? Keine Ahnung. Das war Ende Januar. Seitdem schonte ich mich komplett. So wenig wie möglich hab ich mich bewegt. Bei der Kontrolle am 4 Februar war meine Entzündung noch immer vorhanden (Entzündung oder Narben - Das sieht man dann im April). Meine LVF ist allerdings von 50 % auf 60 % gestiegen. Wie das? Die nächste MRT Untersuchung wurde auf April angesetzt. Ok, dachte ich mir. Die Diagnose ist jetzt 3,5 Wochen her, so schnell wirds halt nicht gehen. Jetzt ist die Diagnose allerdings schon 7 1/2 Wochen her und ich liege nur mehr rum. Mir ist alles zuviel, selbst Duschen & Anziehen empfinde ich als Kraftakt. Ich ging mehrfach zum Hausarzt, der kann mir aber nicht wirklich helfen. Jetzt hab ich mir für morgen einen Termin bei dem Arzt der Herzklink besorgen können. Habe ich jetzt einen Kardiologen hinzugezogen (Termin 7. März). Auch bin ich seit dieser Erkrankung zum absoluten Nervenwrack geworden. Panikanfälle, Angstzustände & Selbstmordgedanken bestimmen meinen Alltag. Ich bin zum Glück ein offener Mensch und hab meine Mum & Freunde davon erzählt (vom Selbstmord). Die konnten mich beruhigen. Bin allgemein ein ängstlicher (und depressiver) Mensch und gehe daher eh schon seit 2 Jahren zu einem Psychologen - welcher nun auch bescheid weiß. Die ganzen Berichte im Internet ... ich will einfach nicht mehr. Was man da alles zu lesen bekommt bereitet mir furchtbare Angst. Keine Ahnung warum, aber für mich ist diese Diagnose ein Todesurteil. Ich hatte als Kind eine körperliche Behinderung, die ich mit 18 Jahren behandeln ließ. Nach 16 Monaten Pysio konnte ich endlich komplett normal leben ! Keine Beschwerden, nichts. Ich war überglücklich ! Endlich konnte ich laufen und mich besser sportlich betätigen. Daher trifft mich das jetzt extrem hart. Mir ist durchaus bewusst das man für die Krankheit einen langen Atem braucht und sie auch ausheilen kann. Bei meinem Glück habe ich den Glauben daran aber schon längst verloren.. Auch da ich bis heute nicht weiß, ob durch Bakterien verursachte Entündungen ausheilen können. Das Internet scheint da geteilter Meinung zu sein. Manchmal heißt es, sie heilen besser aus - da durch Antiboitika behandlebar. Bei manchen Seiten steht wieder das genaue Gegenteil .. Ich bin verunsichert und brauche Menschen mit ähnlichen Erfahrugen. Ich bin psychisch nicht so stark, dass ich sowas einfach mal akzeptieren und wegstecken kann. ;(

