02-04-2012, 03:18 PM
Hallo Chris -
ich schließe mich der Herzdame Kris an - ich hatte Deine Krankheitsgeschichte zwar gestern schon gelesen, hatte aber noch gar nicht so richtig die Zeit, mich bei Dir zu melden.
Deine Krankheitsgeschichte hört sich tatsächlich ganz schön haarsträubend an! Von der Kardiomyopathie, die du offenbar hast, habe ich erst vor ein paar Monaten zum ersten Mal etwas gehört und seither taucht diese Krankheit immer öfter in meinem "kardialen Gesichtsfeld" auf ;-)
Ich hatte in meinem ersten Leben 15 Jahre lang eine ischämische Kardiomyopathie und jetzt bin ich seit genau 3 Jahren herztransplantiert.
Aufgrund meiner langjährigen vorherigen Erkrankung (15 Jahre ICM) ging es mir nach der Transplantation zwar nicht sehr gut, aber ich bin ein zäher Knochen und jetzt lauf ich wieder quietschfidel und glücklich durch die Gegend. Und vor 2 Tagen war ich in meiner Transplantationsklinik und dort sind sie ganz begeistert, wie gut mein Herzchen und ich miteinander klarkommen. Wir sind sozusagen ein "Herz" und eine "Seele".
Ich schreibe dir dies deswegen, weil ich Dir sagen will: lass nicht locker und gib nicht auf - auch wenn es schwierige Zeiten geben könnte (was allerdings auch nicht unbedingt zutreffen muss, ich weiß von einigen, die werden transplantiert und sind nach 2 Wochen schon in der Reha und Wochen später schon wieder in der Arbeit). Ich bereue keine Sekunde, in der es mir schlecht gegangen ist, weil ich jetzt wieder ein Leben mit hoher Lebensqualität führe.
Wenn Du was wissen willst in Sachen HTX kannst Du Dich jederzeit an mich wenden, ich würde mich freuen, wenn ich dir Mut machen könnte. Du bist in Hamburg zur HTX angemeldet? Die haben auch einen guten Ruf, was Transplantationen betrifft. Ich wurde in München transplantiert - die können das auch :-).
Wie Kris schon sagte: behalte Deinen Humor - der kann Dir viel Kraft geben. Du kannst Dir ja denken, daß es sich hier nicht um eine kleine Blinddarmoperation handelt. Aber ich bin sooooo froh, dass ich den Schritt gewagt habe, weil ich jetzt einfach nur glücklich bin. Mit meinem alten Herzen hätte ich lt. Auskunft der Ärzte das Frühjahr 2009 nicht mehr erlebt. Ich wurde am 23.01.2009 transplantiert.
Übrigens - ich war auch nur "T"-gelistet. Ich war am 20.01.09 das erste Mal in der Transplantationsambulanz nach der Listung im September 2008. Die Ärztin war ganz von den Socken, als sie dies mit der T-Listung von mir erfuhr und murmelte etwas vor sich hin, was sich irgendwie wie "....die spinnen ja wohl....." anhörte. Sie erklärte mir noch, daß ich "high urgent" gelistet gehöre und schickte mich wieder heim. Wahrscheinlich hätte ich dann irgendwann in Grosshadern ein Zimmerchen bekommen, weil man ja bei HU-Listungen die Zeit bis zur Transplantation im TX-Zentrum verbringen muß. Aber ich hatte ganz großes Glück! Genau 3 Tage später kam nämlich der überraschende Anruf mitten in der Nacht und jetzt ist alles gut. Als ich dann mal einen Arzt fragte, wie es zu dieser plötzichen Transplantation überhaupt kommen konnte, meinte er nur: "Sie waren zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle". Als der Anruf aus München kam wurde mir gesagt, daß das Herz noch schlagen würde, bis ich im Krankenhaus ankommen würde. Also ich nehme an, daß sie das Herz dann lieber eine Patientin gegeben haben die zwar eigentlich noch gar nicht "d'ran" war, die aber zum Zeitpunkt des Todes der Spenderin in der Nähe war und deren HLA-Merkmale mit denen der Toten auch übereinstimmten. Je kürzer die Zeit ist, die ein Herz nicht durchblutet wird, desto besser wird es im fremden Körper arbeiten.
ich schließe mich der Herzdame Kris an - ich hatte Deine Krankheitsgeschichte zwar gestern schon gelesen, hatte aber noch gar nicht so richtig die Zeit, mich bei Dir zu melden.
Deine Krankheitsgeschichte hört sich tatsächlich ganz schön haarsträubend an! Von der Kardiomyopathie, die du offenbar hast, habe ich erst vor ein paar Monaten zum ersten Mal etwas gehört und seither taucht diese Krankheit immer öfter in meinem "kardialen Gesichtsfeld" auf ;-)
Ich hatte in meinem ersten Leben 15 Jahre lang eine ischämische Kardiomyopathie und jetzt bin ich seit genau 3 Jahren herztransplantiert.
Aufgrund meiner langjährigen vorherigen Erkrankung (15 Jahre ICM) ging es mir nach der Transplantation zwar nicht sehr gut, aber ich bin ein zäher Knochen und jetzt lauf ich wieder quietschfidel und glücklich durch die Gegend. Und vor 2 Tagen war ich in meiner Transplantationsklinik und dort sind sie ganz begeistert, wie gut mein Herzchen und ich miteinander klarkommen. Wir sind sozusagen ein "Herz" und eine "Seele".
Ich schreibe dir dies deswegen, weil ich Dir sagen will: lass nicht locker und gib nicht auf - auch wenn es schwierige Zeiten geben könnte (was allerdings auch nicht unbedingt zutreffen muss, ich weiß von einigen, die werden transplantiert und sind nach 2 Wochen schon in der Reha und Wochen später schon wieder in der Arbeit). Ich bereue keine Sekunde, in der es mir schlecht gegangen ist, weil ich jetzt wieder ein Leben mit hoher Lebensqualität führe.
Wenn Du was wissen willst in Sachen HTX kannst Du Dich jederzeit an mich wenden, ich würde mich freuen, wenn ich dir Mut machen könnte. Du bist in Hamburg zur HTX angemeldet? Die haben auch einen guten Ruf, was Transplantationen betrifft. Ich wurde in München transplantiert - die können das auch :-).
Wie Kris schon sagte: behalte Deinen Humor - der kann Dir viel Kraft geben. Du kannst Dir ja denken, daß es sich hier nicht um eine kleine Blinddarmoperation handelt. Aber ich bin sooooo froh, dass ich den Schritt gewagt habe, weil ich jetzt einfach nur glücklich bin. Mit meinem alten Herzen hätte ich lt. Auskunft der Ärzte das Frühjahr 2009 nicht mehr erlebt. Ich wurde am 23.01.2009 transplantiert.
Übrigens - ich war auch nur "T"-gelistet. Ich war am 20.01.09 das erste Mal in der Transplantationsambulanz nach der Listung im September 2008. Die Ärztin war ganz von den Socken, als sie dies mit der T-Listung von mir erfuhr und murmelte etwas vor sich hin, was sich irgendwie wie "....die spinnen ja wohl....." anhörte. Sie erklärte mir noch, daß ich "high urgent" gelistet gehöre und schickte mich wieder heim. Wahrscheinlich hätte ich dann irgendwann in Grosshadern ein Zimmerchen bekommen, weil man ja bei HU-Listungen die Zeit bis zur Transplantation im TX-Zentrum verbringen muß. Aber ich hatte ganz großes Glück! Genau 3 Tage später kam nämlich der überraschende Anruf mitten in der Nacht und jetzt ist alles gut. Als ich dann mal einen Arzt fragte, wie es zu dieser plötzichen Transplantation überhaupt kommen konnte, meinte er nur: "Sie waren zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle". Als der Anruf aus München kam wurde mir gesagt, daß das Herz noch schlagen würde, bis ich im Krankenhaus ankommen würde. Also ich nehme an, daß sie das Herz dann lieber eine Patientin gegeben haben die zwar eigentlich noch gar nicht "d'ran" war, die aber zum Zeitpunkt des Todes der Spenderin in der Nähe war und deren HLA-Merkmale mit denen der Toten auch übereinstimmten. Je kürzer die Zeit ist, die ein Herz nicht durchblutet wird, desto besser wird es im fremden Körper arbeiten.


