04-16-2011, 12:04 AM
@Silvy
Ja, wieso kann ein Herzkranker unter Panik und Panikattacken leiden. Das hat mit der Erkrankung recht wenig zu tun. Viel mehr fungiert sie als Auslöser für eine kranke Psyche.
Solch eine Kranheit, die dein Leben plötzlich zum Negativen verändert, richtet vieles in der Seele an. Das kennst du ja selbst gut genug.
Bei mir lief es folgendermaßen ab. Ich durchlief, wie bestimmt ihr alle, einige Phasen. Und zwar die gleichen Phasen wie beim Trauern.
1. Kenntnisnahme (Der erste Schock nach Diagnose, man glaubt nicht daran, alles erscheint unwirklich) 2. Vergewisserung (Bin ich wirklich so schwer krank ? Das kann doch nicht sein, ich war doch immer gesund. Eventuell holt man sich mehrere Meinungen ein) 3. Realisierung (Wohl die schwerste Phase die bei mir mit Ach und Krach kam. In dieser Phase kann auch große Wut und absolutes Unverständniss herschen, doch die Sinne werden klarer, man fängt an zu begreifen) 4. Verarbeitung (Die Wut lässt nach und in dieser Phase entstehen wohl auch Selbstmittleid, später Depressionen und Angststörungen aber eben bei einigen auch Panik) 5. Anpassung (Bis diese Phase erreicht ist, kann es je nach Persönlichkeit nur wenige Monate bis viele Jahre dauern oder sie wird ohne professionelle Hilfe niemals erreicht.)
Bei mir hatten die Panikatacken folgende Ursachen: Eine sich unbewust entwickelnde Herzneurose, an welcher aber auch viele gesunde Menschen erkranken. (Beispiele dafür wären, sich bis zu 100 mal oder mehr am Tag den Puls fühlen, ständiges in sich hinein horchen ob das Herz noch schlägt, eine permanente Angst, dass Herz könnte aufhören zu schlagen, man könne Rhytmusstörungen bekommen, ein kammerflimmern und keiner findet einen-man Stirbt. Dadurch entsteht eine permante Todesangst. Jede Extrasystole die man spürt, lässt einen in Angst ausbrechen. Diese Angst steigert den Puls natürlich, wodurch eine noch größere Angst entsteht- ein kreislauf.)
Diese Ängste die diese Herzneurose (die übrigens mein Defi beendet hatte zumindest größtenteils) produziert, können sich irgendwan ohne erkennbaren Grund zu einer Panikstörung entwickeln, welche sich auch durch plötzlich einsetzende Panikatacken zeigt.
Wer selbst mal eine Panikatcke erlebt hat, weiß wie schlimm diese ist was zur Folge hat, dass man sich vor dem nächsten Anfall umso mehr fürchtet. (Angst vor der Angst - Phobophobie)
Zu der Herzneurose kommt noch die generalisierte Angststörung, welche im Mix die Panik verursachten.
Das war jetzt nur ein Beispiel Silvy. Panik und Angsterkrankungen können durch alles mögliche entstehen.
Angsterkrankungen zeigen sich auch sehr oft durch körperliche Symptome. Gerade bei uns Herzkranken wäre da zu nennen, Schwindel, plötzliche Atemnot, Magen/Darmbeschwerden, chronische Erschöpfung, Tagesmüdigkeit, Schmerzen in der Herzgegend, kribbeln in den Händen (Hyperventilation), ständiges Zittern, innere Unruhe etc.pp. Natürlich sollte jeder zum Arzt gehen, wenn er körperliche Beschwerden hat doch sollte man sich über eine psychische Ursache ebenfals Gedanken machen. Bei mir ist es so, dass die Angststörung rund 80% der körperlichen Symptome verursacht, die man aber erstmal der Herzinsuffizienz zuschreiben würde. Viele Patienten können davon ein Lied singen, wie lange es tatsächlich dauerte, ehe man die Ursache für ihre Beschwerden ausmachte.
Silvy, ganz vereinfacht gesagt ist nicht das kaputte Herz sondern die Ängste die dadurch entstehen ausschlaggebend. Ich hoffe das hat dir etwas weitergeholfen
@illy
Ja Nurohexan ist sicher ein gutes Mittelchen bei leichten Symptomen. Hilft es dir also ganz gut ? Und ist das ein Bedarfsmedikament oder muss man das täglich einnehmen ?
Allerdings ist leider kein kraut gegen eine starke Angst und oder Panikstörung gewachsen.
Für mich war es ein Segen, als mir das Benzodiazepin Tavor verschrieben wurde. Nachdem es die Panikatacke ohne RTW Einsatz beendete, half schon das alleinige Wissen, dass man immer ein Mittelchen bei sich hat, was wirklich helfen würde. Auch wenn es die Holzhammermethode ist, aber es hat geholfen.
Genug dummes Zeugs erzählt ^^
Grüße
Alex
Ja, wieso kann ein Herzkranker unter Panik und Panikattacken leiden. Das hat mit der Erkrankung recht wenig zu tun. Viel mehr fungiert sie als Auslöser für eine kranke Psyche.
Solch eine Kranheit, die dein Leben plötzlich zum Negativen verändert, richtet vieles in der Seele an. Das kennst du ja selbst gut genug.
Bei mir lief es folgendermaßen ab. Ich durchlief, wie bestimmt ihr alle, einige Phasen. Und zwar die gleichen Phasen wie beim Trauern.
1. Kenntnisnahme (Der erste Schock nach Diagnose, man glaubt nicht daran, alles erscheint unwirklich) 2. Vergewisserung (Bin ich wirklich so schwer krank ? Das kann doch nicht sein, ich war doch immer gesund. Eventuell holt man sich mehrere Meinungen ein) 3. Realisierung (Wohl die schwerste Phase die bei mir mit Ach und Krach kam. In dieser Phase kann auch große Wut und absolutes Unverständniss herschen, doch die Sinne werden klarer, man fängt an zu begreifen) 4. Verarbeitung (Die Wut lässt nach und in dieser Phase entstehen wohl auch Selbstmittleid, später Depressionen und Angststörungen aber eben bei einigen auch Panik) 5. Anpassung (Bis diese Phase erreicht ist, kann es je nach Persönlichkeit nur wenige Monate bis viele Jahre dauern oder sie wird ohne professionelle Hilfe niemals erreicht.)
Bei mir hatten die Panikatacken folgende Ursachen: Eine sich unbewust entwickelnde Herzneurose, an welcher aber auch viele gesunde Menschen erkranken. (Beispiele dafür wären, sich bis zu 100 mal oder mehr am Tag den Puls fühlen, ständiges in sich hinein horchen ob das Herz noch schlägt, eine permanente Angst, dass Herz könnte aufhören zu schlagen, man könne Rhytmusstörungen bekommen, ein kammerflimmern und keiner findet einen-man Stirbt. Dadurch entsteht eine permante Todesangst. Jede Extrasystole die man spürt, lässt einen in Angst ausbrechen. Diese Angst steigert den Puls natürlich, wodurch eine noch größere Angst entsteht- ein kreislauf.)
Diese Ängste die diese Herzneurose (die übrigens mein Defi beendet hatte zumindest größtenteils) produziert, können sich irgendwan ohne erkennbaren Grund zu einer Panikstörung entwickeln, welche sich auch durch plötzlich einsetzende Panikatacken zeigt.
Wer selbst mal eine Panikatcke erlebt hat, weiß wie schlimm diese ist was zur Folge hat, dass man sich vor dem nächsten Anfall umso mehr fürchtet. (Angst vor der Angst - Phobophobie)
Zu der Herzneurose kommt noch die generalisierte Angststörung, welche im Mix die Panik verursachten.
Das war jetzt nur ein Beispiel Silvy. Panik und Angsterkrankungen können durch alles mögliche entstehen.
Angsterkrankungen zeigen sich auch sehr oft durch körperliche Symptome. Gerade bei uns Herzkranken wäre da zu nennen, Schwindel, plötzliche Atemnot, Magen/Darmbeschwerden, chronische Erschöpfung, Tagesmüdigkeit, Schmerzen in der Herzgegend, kribbeln in den Händen (Hyperventilation), ständiges Zittern, innere Unruhe etc.pp. Natürlich sollte jeder zum Arzt gehen, wenn er körperliche Beschwerden hat doch sollte man sich über eine psychische Ursache ebenfals Gedanken machen. Bei mir ist es so, dass die Angststörung rund 80% der körperlichen Symptome verursacht, die man aber erstmal der Herzinsuffizienz zuschreiben würde. Viele Patienten können davon ein Lied singen, wie lange es tatsächlich dauerte, ehe man die Ursache für ihre Beschwerden ausmachte.
Silvy, ganz vereinfacht gesagt ist nicht das kaputte Herz sondern die Ängste die dadurch entstehen ausschlaggebend. Ich hoffe das hat dir etwas weitergeholfen
@illy
Ja Nurohexan ist sicher ein gutes Mittelchen bei leichten Symptomen. Hilft es dir also ganz gut ? Und ist das ein Bedarfsmedikament oder muss man das täglich einnehmen ?
Allerdings ist leider kein kraut gegen eine starke Angst und oder Panikstörung gewachsen.
Für mich war es ein Segen, als mir das Benzodiazepin Tavor verschrieben wurde. Nachdem es die Panikatacke ohne RTW Einsatz beendete, half schon das alleinige Wissen, dass man immer ein Mittelchen bei sich hat, was wirklich helfen würde. Auch wenn es die Holzhammermethode ist, aber es hat geholfen.
Genug dummes Zeugs erzählt ^^
Grüße
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens seit 2008 8% Ef und seit 2020 48% EF - Defiträger
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