07-15-2009, 09:44 PM
Zitat:Viele von euch schreiben, dass sie die Krankheit akzeptiert haben. Das finde ich bewundernswert.
Ja das sagt man immer so leicht dahin. Ich denke es müsste eher "daran gewöhnt" als akzeptiert, heißen.
Denn auch die, die meinen die Krankheit akzeptiert zu haben, suchen immer noch nach dem Warum.
Dies drückt widerum aus, dass es nicht akzeptiert wurde.
Zitat:Um mal zum Punkt zu kommen :Augenzwinkern: Ich habe mir im Verlauf dieser Krankheit eine Art "Panzer" zugelegt, ich lasse niemanden mehr richtig an mich ran, kann nicht eins-zu-eins ehrlich mit jemandem darüber sprechen, wie es mir geht. Nur Antworten wie "klar, mir gehts soweit gut" oder "was muss, das muss". Aber wirklich über meine Gefühle und die Krankheit zu sprechen, schaffe ich nicht.
Das geht sehr vielen so, was sicherlich nicht gerade förderlich ist, wie du schon sagtest.
Persönlich sah es so aus, dass ich erst richtig angefangen habe mich daran zu gewöhnen und das Schiksahl zu zulassen, nachdem ich anfing in Foren zu schreiben und zu lesen. Ich dachte ich wäre der einzigste auf dieser Welt der solch schreckliches durchstehen muss. Als ich ernsthaft mit weiteren "Betroffenen" kommunizierte, bemerkte ich schnell, dass es doch so viele gibt, denen genau die gleichen Dinge durch den Kopf gehen und die gleichen Ängste haben, wie man selbst. Das half mir und spendete mir viel Kraft und Zuversicht. Aus diesem Grund, gibt es auch dieses Forum.
Mit der Familie etc. zu sprechen, sehe ich als Kontraproduktiv an, für dich und für dein Gegenüber.
Selbsthilfegruppen, sind meiner Meinung nach das Nonplusultra. Was hilft ein Psychologe, der dich nicht verstehen kann, sicherlich kann er es mehr als andere und dir Wege zeigen deine Situation erträglicher zu gestalten, aber...
Seih es virtuell oder in einer präsenten Selbsthilfegruppe - es hilft ungemein. Und das sage nicht nur ich.^^
Im Endeffekt kann man sich sowieso nur alleine helfen...wie schwer das ist, weiss jeder hier.
Zitat: Vielleicht liegt es auch am Alter (18).Mh gute Frage, da müssten sich das ältere Semester mal zu melden. Wobei ich kaum glaube, dass ein älterer Mensch leichter mit schweren Schicksahlsschlägen umzugehen weiß, als ein junger Mensch. Dies ist wohl eher ein Vorurteil.
Was ich mir leichter Vorstelle, ich die Angst vor dem Tod im Alter. Als junger Mensch wie wir, denkt man da vieleicht anders drüber. Evt. ist die Furcht auch größer...genau wie die Furcht vor der Zukunft. Sein Leben nicht mehr so leben zu können wie man es sich immer wünschte, es hat ja kaum angefangen.
Mal schauen was die anderen dazu sagen.
Grüße und viel Kraft spendet...
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens seit 2008 8% Ef und seit 2020 48% EF - Defiträger
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