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Sekt oder Selter?
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Herzfehler - Gendefekt se...
Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
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Forum: News, Kritik und Anregungen
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Jemand Riesenzellmyokardi...
Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
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Amyloidose
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Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
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Cto-Pci
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Herzkatheter (Stent) oder...
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Herzkatheter (Stent) oder...
Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
Letzter Beitrag: Wari31
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| Myopericarditis - nach 2 1/2 Monate Zusammenbruch |
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Geschrieben von: Timbo - 07-28-2017, 05:18 AM - Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
- Antworten (4)
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Hey Leute ,
Erstmal gute Besserung an alle und einen schönen Tag ,
Vor ca 8 Monaten startete ich mein work and Travel Jahr in Australien . Und vor ca 2 1/2 Monaten bekam ich dann eine myopericarditis . Also eine myokarditis und pericarditis gleichzeitig.
Daraufhin war ich 1 Woche im Krankenhaus . Nachdem mir der behandelnde Arzt aber keine Auskunft bezüglich dem , was ich machen darf und was nicht, gegeben hat , habe ich dann einen anderen Arzt angefordert , der meinte ich könne direkt wieder mit Sport anfangen . Das sollte kein Problem sein . Dem bin ich aber nicht nachgegangen . ich war nichtmal in der Lage die Treppen hinaufzugehen ohne danach komplett kaputt zu sein .
Naja dann nach 6 Wochen echoultraschall . Und das Herz hat sich wieder erholt . Das Herz ist wieder "back to normal" . Die pumpleistung ist wieder hergestellt . Laut behandelndem Arzt soll ich mich zwar noch schonen , kann aber wieder anfangen zu arbeiten . Allerdings sollte ich mich mit Sport noch bedeckt halten . Also nach nem Job gesucht und dann nach insgesamt 10 Wochen schonung einen Job als traktorfahrer begonnen . Körperlich wirklich nicht anstrengend . Ich schleudere nur den ganzen Tag auf dem Sitz hin und her . Rücken und nackenschmerzen inclusive . Da fing ich dann also das erste mal an mich ernsthaft körperlich zu betätigen . Davor bin ich nur zum einkaufen gefahren und ab und zu habe ich kurze Spaziergänge gemacht . Nun arbeite ich seit ca 2 Wochen auf dem Traktor . Die ersten 2 Tage waren voll in Ordnung . Am 3. Tag ging es mir echt komisch . Hatte stechen in der herzgegend und Schweißausbrüche . Allerdings nur etappenweise . Ca Jede Stunde so für ca 2-5 Minuten . Die 3 Tage darauf ging es mir eigentlich relativ gut . Richtig gut gelaunt gewesen und mich richtig darüber gefreut , dass ich scheinbar endlich wieder gesund bin . Ab und zu spürte ich noch ein brennen im herüberreich. Aber kein unangenehmes . Eher sowas , wie als wenn etwas leicht warm wird . Schwer zu beschreiben . Ich dachte mir , dass da bestimmt noch irgendein genesungsvorgang in Gang sein wird und hab mir da dann auch keine weiteren Gedanken darüber gemacht .
So weit so gut . Heute bin ich also den 6. Tag am Stück am arbeiten und hatte auch relativ wenig geschlafen , weil hier 12-stundenbetrieb ist und ich noch einigen Papierkram zu erledigen hatte .
Schon beim aufwachen habe ich wieder ein Unwohlsein Gefühl in meiner herzgegend gekriegt und mir ist den ganzen Tag über auch schon leicht übel gewesen . Nach ca 6 std auf dem Traktor dann der super-gau . Aufeinmal hat mein Herz richtig doll gestochen . Richtig krampfartig . Angefangen schweissausbrüche zu kriegen . Das Herz hat meines Erachtens nach schneller geschlagen . Den Traktor angehalten und kurz zurückgelehnt . Augen zugemacht und ein extremes flimmern gesehen . Dann bin ich erstmal raus aus dem Traktor an die frische Luft . Hab versucht langsam und ruhig zu atmen und mich zu beruhigen , weil ich in diesen Momenten ganz klar eine Panikattacke hatte .
Dann Wasser getrunken und eine Kleinigkeit gegessen .
Jetzt sitze ich schon wieder seit 4 std auf dem Traktor und habe keinerlei Beschwerden . Und vor 4 Stunden habe ich noch gedacht jetzt sei es aus mit mir .
Ich weiß nicht ob sich dieser Vorfall psychisch begründen lässt oder ob da ernsthaft noch was am herzen richtig kaputt it. Naja habe erstmal vorsichtshalber einen Termin beim Arzt gemacht . Nem kardiologen gibts hier leider nicht . Bin nämlich seit dem traktorjob im outback und müsste notfalls 400 km zum nächsten Kardiologen/Krankenhaus fliegen . Ich hab erst in 1 1/2 Monaten die abschlussuntersuvhung , wofür ich dann auch wieder in die Zivilisation fliege , aber bis dahin zu warten scheint mir recht fragwürdig, würde gerne mal wissen , was ihr mir mit euren Erfahrungen raten könnt oder was ihr von der gesamte Situation haltet .
Greets
Timbo
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| Atemlos nachs nach Sport - wird akuter. |
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Geschrieben von: Bergziege - 07-21-2017, 10:55 AM - Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
- Antworten (3)
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Dann fange ich mal mit den beliebtesten Forum hier an.
Hallo Leute,
ich bin eine fitte, 43 Jahre alte Frau. Nie geraucht, nie viel Alkohol (oft monatelang komplett trocken), normalgewichtig.
Seit Jahren treibe ich Sport, aber hoerte oft wieder auf weil der Erfolg ausbleibt. Vor etwas ueber 3 Jahren wollte ich es wissen und trainierte viel strukturierter. Irgendwann konnte ich sogar 30 Sekunden lang Hampelmaenner machen. Vor 3 Jahren wurde ich ploetzlich in der Nacht wach und konnte nicht mehr atmen. Ging nicht mehr. Im Krankenhaus bekam ich etwas gegen Asthma und es gibt dann wieder, bis es nach kurzer Zeit wiederkam. Allerdings war auch eine unterliegende Atemlosigkeit vorhanden die sich anfuehlte als ob jemand den Sauerstoff geklaut hatte. Diese Atemlosigkeit ging nicht mit der Inhallationsloesung weg und war vor allem Nachts und am Morgen am schlimmsten. Das ganze wiederholte sich noch 3x, immer nach einer sehr anstrengenden Ausdauereinheit, nie nach Krafttraining. Seit Februar letzten Jahr keine Bronchienkraempfe mehr, aber die andere Atemlosigkeit tritt immernoch anfallartig mitten in der Nacht auf und haelt 2-3 Wochen lang an. Der Trigger scheint derselbe zu sein: ziemlich anstrengendes Ausdauertraining.
Zurueck zum Anfang: Als Kind konnte ich schon nicht laufen. Sprints im Schulsport gingen nur mit angehaltenem Atem, joggen demnach ueberhaupt nicht. Mit rund 20 wurde es schwierig Berge hochzugehen weil ich sehr schnell ausser Atem war und meine Beine schwer. Dieses wurde im Laufe der Jahre schlimmer und schlimmer, und seit 10 Jahren schaffe ich gerade so 50-100 Schritte schwer atmend, hochroter Kopf, schwere Beine waehrend Senioren froehlich redent an mir vorbei gehen. Zur Zeit kann ich mich zwingen rund 200 Schritte zu gehen, aber wuerde schon lieber nach 50 stoppen. Ich bin allerdings weitaus fitter und staerker als ich jemals war!
Wenn ich also nach 50-100 Schritten pausiere passiert immer dasselbe: Stellt euch vor ihr habt niedrigen Blutdruck und steht zu schnell auf. Resultat: ein seltsames Schwindelgefuehl im Kopf. Wenn ich pausiere habe ich dasselbe seltsame Gefuehl, aber in der Brust. Gleichzeitig schiesst mein Puls hoch. Wenn dieses nach 2-3 Sekunden vorbei ist fuehle ich mich wieder normal und kann sofort weitergehen, bis zu den naechsten 50-100 Schritten. Wenn ich mich die letzten paar Meter einen Berg hochgeschleppt habe und der Boden wieder eben ist passiert dasselbe und ich kann sofort und schnell weitergehen und ueberhole die froehlich redenden Senioren ohne ausser Atem zu kommen.
In letzter Zeit ist dieses Problem akuter geworden. Ich wache fast jede Nacht atemlos auf, und bin selbst bei ebener oder nur leicht ansteigender Strasse oft ausser Atem. Die Luft geht problemlos in die Lunge und wieder raus, aber entweder kommt sie nicht in den Blutgefaessen an oder wird nicht richtig weitergepumpt. Mein Puls beim Sport ist aber wie erwartet. Oxymeter beim Arzt zeigt immer um 99% an. Allerdings habe ich neulich, nachdem ich atemlos beim Arzt zusammengebrochen bin kurz die Luft angehalten, und die Messung ging sehr schnell Richtung <70%. Testweise bei meinem Krafttraining gestern ging die Saettigung Richtung 95%, aber das kann normal sein. Vielleicht werde ich heute Abend mal laufen gehen und schauen was passiert.
Noch was? Neulich im Krankenhaus meinte eine Aerztin im Hintergrund zu einer Schwester ich haette eventuell einen hohen alveolo-arteriellen Gradienten, gefolgt von einer Diskussion und dann ein anderes Thema. Bei einem Blutgastest hatte ich
pCO2: 5.4 (4.3-6.0 kPa)
pO2: 8.4 (11.1-14.4 kPa)
den neuesten Test habe ich noch nicht zur Hand.
Ansonsten die letzten Jahre immer leicht niedriges Albumin: 28-33 (36-47g/L)
ewig niedriges Magnesium trotz Substitution und ziemlichen Problemen bevor ich die erste Tablette nehme und alle paar Stunden danach.
niediges Kalium
Serum Kalzium ist normal, aber ich vermute dass andere Tests ebenfalls zu niedrige Kalziumwerte zeigen da sich bestimmte Muskeln verkrampfen wenn ich kein Kalzium nehme und ich diese Handgelenks- und Gesichtsnervzeichen habe.
EKG normal, Langzeit ebenfalls. Lufu normal auch bei akuten Atemproblemen.
So, langsam habe ich keine Lust mehr. Ich will raus, die tolle Natur erwandern, laufen, Gewichte stemmen oder Eigengewichtsuebungen machen und nicht ewig ausser Atem sein.
Erkennt jemand sowas? Ich suche vor allem einen Austausch.
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| Nachwirkungen |
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Geschrieben von: NinaS - 07-19-2017, 02:00 PM - Forum: Therapien/Erfahrungen
- Antworten (4)
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Hi ihr,
Wusste jetzt nicht wohin mit diesem Beitrag. Manch einer von euch hatte meine früheren Beiträge gelesen - mein Freund lebt, wurde aus dem Koma wach und von der Beatmung entwöhnt. In der Reha dann 2 Rückfälle mit sehr belastendem Vorhofflimmern. Erst Kardioversion, hielt 2 Tage. Dann Kryo-Ablation. Gut überstanden, aber Herzschlag noch unregelmäßig, nur keine Tachykardie mehr.
Die Reha hat mein Freund schließlich abgebrochen weil sie ineffektiv war.
18 kg verloren. Sehr abgemagert. Nun ist er zu Hause und weitestgehend selbstständig. 3 Monate hat er in Kliniken verbracht.
Er leider sehr unter seinen massiven Muskelschmerzen, vor allem im Rücken und in den Armen.
Manche sagen, das kommt vom unbeweglichen Liegen im Koma, andere sagen, vom massiven Muskelabbau und Gewichtsverlust, wieder andere sagen, die Operation war so kraftzehrend, offener Brustkorb, Aortenprothesen, 8 Stunden Prozedur.
Was meint ihr? Hat jemand von euch Erfahrungen?
Achso und wieder andere sagen, das kommt von den Medikamenten, Ranexa und noch paar andere.
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| Aortenklappenstenose/-insuffizienz und ein paar Extras |
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Geschrieben von: rockbar. - 07-11-2017, 06:01 PM - Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
- Antworten (2)
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Hallo ihr Lieben,
ich habe mich hier angemeldet, da ich mich ein wenig austauschen möchte.
Aufgrund einer bakteriellen Endokarditis (aufgrund von Strepptokokken) kurz nach meiner Geburt hab ich meinen Herzfehler. Bisher hat mein Herz all das gemacht was es machen sollte, ich bin es ja von klein auf gewohnt darauf zu achten und auf mein Herz zu hören. Eigtl. hat da jeder in der Familie drauf geachtet. 2013 hatte ich eine Mandelop (die mussten raus, da sich ein Abszess bildete und ich keine Luft mehr bekam) und kurz darauf gings los. Herzrhythmusstörungen kamen hinzu. Sie wurden erst richtig heftig, was ich jedoch auf meine Psyche zurück führe, da mein Mann in der Zeit Krebs hatte und mich das arg mitnahm. Danach wurde es besser, aber ging nie wirklich weg.
Ich habe einen Kardiologen hier in Berlin, mit dem ich sehr zufrieden bin, da er auf einen eingeht, erklärt und keine schnelle Patientenabfertigung betreibt. Aktuell gucke ich auch nach einem geeigneten Herzzentrum, falls es wirklich mal zur OP (Aortenklappenersatz) kommen sollte.
Das wäre meine erste Frage. Hat jemand Erfahrung mit dem Herzzentrum Brandenburg oder Leipzig? Ich hab auch viel Gutes von Bad Oeynhausen gehört, aber es ist doch ein Stückchen weit weg.
Eine andere Frage die ich noch habe bezieht sich auf das Thema Schwangerschaft...ich weiß, dass es einem nicht angeraten wird und ich würde auch nie in meinem jetzigen Zustand schwanger werden wollen. Ist eine Schwangerschaft mit künstlicher Prothese möglich? Man muss ja Marcumar nehmen.
Hachja..zu viele Fragen...ich freu mich auf eventuelle Antworten. Danke
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| Ungeklärte Tachykardie, Betablocker? |
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Geschrieben von: Umberto - 07-09-2017, 09:34 AM - Forum: Neu hier? Eure krankheitsverläufe
- Antworten (38)
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Hier meine etwas längliche Geschichte - und dann habe ich auch noch 1-2 Fragen am Ende zu eventuellen Medikamenten, falls jemand den langen Text überspringen möchte .
Ich bin 29 Jahre und weiblich, Nichtraucherin und trinke keinen Alkohol. Meine Ernährung ist größtenteils vegetarisch, aber ich achte auf alle Spurenelemente, Proteine etc. Zu wenig habe ich nie gegessen und McD etc. auch nie. Ich mache seit 15 Jahren sehr aktiv Sport (Kanumarathon, d.h. lange Paddeleinheiten, viele Laufeinheiten, Ausdauerkrafttraining und Köperkrafttraining). Ich wog bei 1.64m bis Oktober 2016 immer so 68-69kg, was auch in Ordnung war, denn ich hatte viele Muskeln und war sehr fit, ohne dabei dem Körperfetischismus zu verfallen. Inzwischen wiege ich 71-72kg, habe aber einiges an Muskeln abgenommen und in Fett umgewandelt :/. Ich habe immer genug Schlaf abbekommen.
Im August 2016 habe ich sehr glücklich meine Doktorarbeit abgegeben. Am nächsten Tag fuhr ich für 3.5 Wochen in den Urlaub. Dort habe ich noch einen Vortrag auf einer Tagung gehalten und sonst einfach Urlaub gemacht (Sehenswürdigkeiten angeschaut, wandern in Sibirien). Auf dem Rückflug von Sibirien nach Moskau ging es mir ziemlich mies mit typischen Erkältungssymptomen (kaputt sein, Schnupfen/verstopfte Nase, Hitzewallungen, aber kein Fieber), aber ich schob es auf die große Zeitverschiebung und den daraus resultierenden Schlafmangel bzw. die Verschiebung des Tagesrhythmus’ (war immer bis 3 Uhr wach und habe dann bis 11 oder 12 geschlafen).
Dann war ich wieder zu Hause und fing an einer neuen Arbeitsstelle an und alles lief super, Kollegen nett, Umfeld nett, alle Aufgaben
mit Bravour bestanden. Hin und wieder lief im Arbeitsablauf etwas schief, aber das habe ich alles gut improvisiert und es gab auch immer nur Lob vom Boss oder Kollegen. Dann hatte ich eine kleine Erkältung (fühlte mich schlapp, Schnupfen, kein Fieber). War trotzdem arbeiten, aber auf Sparflamme und statt meiner recht flotten 10km-Laufeinheiten mit der Laufgruppe war ich in der Woche lieber nur einmal ganz leicht 20 Minuten joggen.
Dann war wieder alles prima, aber eine Woche später wurde ich plötzlich wahnsinnig müde (eine ganz andere Art Müdigkeit als zuvor). Ich schlief freiwillig anstelle der Trainingseinheiten oder Treffen mit Freunden und schlussendlich sagte ich wegen Müdigkeit eine Hochzeitsfeier ab und ging stattdessen zum Arzt. Ich hatte wahnsinnig viel Durst und mir war ständig schwindlig. Arzt schickte mich nach kurzer Untersuchung nach Hause und sagte, ich sei grundsätzlich gesund und wahrscheinlich ist es nur ein kleiner Virus. Nächste Woche versuchte ich noch einmal zur Arbeit zu gehen, musste diese aber mittendrin abbrechen, da ich dachte jeden Augenblick umzufallen. Abends saß ich dann bei meinem Freund und plötzlich bekam ich einen roten Kopf, Herzrasen, extremes Zittern am ganzen Körper über ca. 24 Stunden hinweg, Ohrenrauschen (habe ich bis heute, fällt mir meistens am Morgen auf), extremen Schwindel und Übelkeit und mein Freund rief den Notarzt. Im KH wurden Bluttests gemacht, Lunge geröntgt, CT vom Kopf, EKG und eine neurologische Grunduntersuchung gemacht. MRT vom Kopf war auch ok.
Diagnose/ Vermutung: Virus im Innenohr, der den extremen Schwindel und Gangunsicherheit auslöste; gefunden wurde aber nichts. Tabletten gegen Vertigo halfen nicht.
3 Wochen später hatte ich meine Verteidigung, die gut lief, da ich ja in den 3 Wochen zuvor nichts machte (keine Arbeit, kein Sport, eigentlich nur Bett und gutes Essen). Nach der Verteidigung ging es mir dann wieder etwas schlechter, d.h. müde und schwindlig, aber es war auszuhalten. Am Tag danach dann wieder das volle Programm: Herzrasen, Zitteranfälle, Taubheitsgefühle im Gesicht, extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen, die ich vor Oktober gar nicht kannte etc. Arzt meinte, es sei ein Virus, der kommt und geht in Schüben, das sei normal, besonders nach Anstrengung (Verteidigung).
7 Monate später: Ich habe nach wie vor Herzrasen, besonders nach Belastung jeder Art, bin permanent wahnsinnig müde, habe Atemprobleme, gehe seit Oktober nicht arbeiten und habe alle möglichen 'alternativen' Wege ausprobiert (Osteopathie, TCM, Meditation, Yoga) und mich auch schon Psychologen vorgestellt, da ich dachte, vielleicht ist es Stress oder Burnout, aber bisher sagen alle Psychologen und Ärzte, dass ich mich nicht benehme wie jemand, der ein Burnout hat (bin lebensfroh und lustig, sehr gut strukturiert und ausgeglichen, nicht panisch oder verzweifelt, ergreife ständig selbst die Initiative bei der Suche nach Ursachen für mein Problem bzw. bei dem Versuch sich zu schonen oder sich
etwas Gutes zu tun, äußeres Erscheinungsbild tadellos, keine Schlafprobleme (außer bei Herzrasen) und/oder Grübeln). Ich hatte immer das Gefühl, dass mein Ruhepuls viel höher ist als vor Oktober, weswegen ich bei der kleinsten Betätigung (Treppensteigen, in den Einkaufsmarkt gehen) sofort aus der Puste bin.
Da all das im Ausland passierte und die medizinische Infrastruktur recht mies ist, bin ich seit letzter Woche in Deutschland, wo ich nun schon 4 Tage im Krankenhaus zwecks Abklärung war. Meine Hausärztin in Deutschland ist sicher, dass ich ein Problem am Herzen habe.
Trachykardie, Palpitationen und Belastungsdispnoe wurden nun 'offiziell' bestätigt. Laut Langzeit-EKG war mein Ruhepuls oft bei 130 (110 in der Nacht), bei 'Belastung' (vom Bett bis zum Fahrstuhl gehen, Treppe hochgehen 30 Sekunden lang) bei 180. Aber das Herz an sich ist gesund. Belastungs-EKG konnte wegen des hohen Ruhepulses nicht gemacht werden. Lungenfunktionstest ok, Schilddrüse ok, MRT, Bluttests alle unauffällig (Borreliose, EBV alles negativ). Vitamine und Hormone alle ok. Panikattacken sind das glaube ich auch nicht, da der hohe
Ruhepuls meist richtig lange anhält (5 Stunden) und da ich ja auch dann nicht panisch, sondern mental total ausgeglichen bin.
Ich hatte immer sehr starke Nerven (auch vor Wettkämpfen oder Vorträgen) und dieses Herzklopfen kommt meistens als Überraschung, oft gepaart mit extremer Müdigkeit und fast schon Lethargie und auffallend oft in Nächten, wenn ich am Tage ein kleines bisschen mehr gemacht habe (Spaziergang im Wald, längere Unterhaltung mit jemandem, wobei ich dann beim Reden auch schon Luftknappheit merke, halbe
Stunde am Meer mit 5 Minuten Aufenthalt im Wasser). Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe ich nicht und ich trinke nach wie vor sehr
viel (mind. 3 Liter Wasser am Tag). Allergien gegen verschiedene Tierhaare und Gräser wurden vor ca. 20 Jahren mal festgestellt, ich habe nun per Bluttest nochmal neu testen lassen, aber meine Ärztin sagt, es kann daran nicht liegen, da ich die Beschwerden seit Oktober habe und da wuchsen noch gar keine Gräser -und ich habe sie ja auch in verschiedenen Ländern und sie treten sehr akkut auf.
Neurologische Detailuntersuchung und psychosomatische Routineuntersuchung stehen noch an, aber die Ärzte im KH und auch meine Hausärztin sagten bereits, dass sie weder neurologisch noch psychosomatisch etwas erwarten und empfahlen gering dosierte Betablocker.
Diesen bin ich sehr skeptisch gegenüber, da ich lieber die Ursache statt das Symptom bekämpfen würde. Und da ich 4 Wochen vor dem totalen Kollaps noch stundenlange Wanderungen mit sehr steilen Anstiegen in Sibirien machte und vor ungefähr einem Jahr noch sehr zügige Marathonrennen mitgepaddelt bin, zu keinem Zeitpunkt schleichend eine Müdigkeit oder auch Lust- oder Motivationslosigkeit, Zweifel an mir selbst oder der Arbeit verspürte,denke ich mir, dass es doch irgendwo etwas zu sehen geben muss, wenn es denn tatsächlich am Herzen liegt
und keine psychische Sache ist. Die Ärztin meinte, dass man ganz kleine strukturelle Veränderungen im Körper nicht sehen könnte, aber dass ich vermutlich ständig müde und schlapp sei, weil mein Herz permanent denkt, es macht Sport. Auf meine Frage hin, warum denn manchmal mein Puls aber relativ normal ist (so um die 74 Schläge... auch zu hoch für meine Verhältnisse, aber ja noch im Rahmen), meinte sie, dass nichts 'eingepegelt' wäre, weil sich das Herz irgendwann mal erholen muss und wenn ich dann aber aufstehe und 10 Meter gehe, ist der Puls wieder bei 120. Sie meinte, wenn ich Betablocker nehmen würde, würden diese einen regelmäßigeren Puls herbeiführen.
Mein Blutdruck ist normal/ oft ziemlich niedrig (103/70, Puls 120, nach Injektion des Betablockers war der Puls 57, Blutdruck normal - mir wurde nicht gesagt wie hoch genau...aber schwindlig war mir ganz schön). Nun habe ich Bedenken, Betablocker zu nehmen, weil mein Blutdruck ja auch ohne Medikation normal ist. Ich möchte aber unbedingt wieder Sport machen und ein normales Leben führen, d.h. Strandspaziergänge machen, auf Konzerte gehen, mich mit Freunden treffen und mich unterhalten können, ohne nach jedem 5. Wort nach Luft zu schnappen etc., denn erstens ist mein ganzes Leben irgendwie an Sport und/oder Aktivitäten draußen geknüpft und zweitens nehme ich so immer mehr zu, wodurch ich mich noch weniger fit fühle - und das ist für die allgemeine Gesundheit oder die Psche auf Dauer nicht gut.
Als ich die Ärztin fragte, ob ich - der Empfehlung meiner Ärzte im Ausland folgend - einfach alle Beschwerden ignorieren und mich zum Sport zwingen sollte, da dieser die Beschwerden vermutlich lindern würde, meinte sie 'auf keinen Fall, da der Puls viel zu hoch für Sport ist'. Ich merke ja auch selbst, dass ich bei leichter Anstrengung (z.B. gehen) ganz schnell Atemnot habe und mir so schwindlig wird, dass ich mich hinsetzen
muss.
Wie vertragen sich denn Betablocker mit Sport?
Gibt es Alternativen zu Betablockern für dieses Problem?
Und hat hier jemand Erfahrung mit dem Phänomen, dass der Puls zu hoch ist, aber der Blutdruck normal ist?
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