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hedi

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Montag, 21. Februar 2011, 11:30

Zufallsbefund DCM

Hallo. :D Ich wollte mich kurz vorstellen, ich heiße Diana bin 38 Jahre und bei mir wurde bei einer Operation ein kompletter Linksschenkelblock festgestellt. Nach EKG, ECHO, Herzkatheteruntersuchung steht nun eine DCM fest mit EF von 35 %. Ich weiß die Diagnose seit 4 Wochen. Das war schon ein Hammer. Glücklicherweiser halten sich bei mir die Symptome in Grenzen, bzw. mein Kardiologe meinte mein Körper hätte gelernt damit umzugehen.

Nun bin ich selber Schwester auf einer Intensivstation und natürlich arbeite ich weiter, solange es geht. Ich nehme die üblichen ACE-Hemmer, Betablocker und Diuretika ein. Im Moment erhöhe ich den ACE-Hemmer schrittweise bis zur Höchstdosis. Den Betablocker nehme ich mit der geringen Anfangsdosis. Nun habe ich hier gelesen das einige von Euch Teilerwerbsunfähigkeitsrentner sind. Wie ist da der bürokratische Weg?

Liebe Grüße Diana :)

Ilo

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Montag, 21. Februar 2011, 16:12

Hallo Diana,

sei willkommen bei uns ! Na, da hast Du ja richtig Glück gehabt, mit Deiner Zufallsdiagnose....(nicht falsch verstehn...ich denke, Du weisst, wie ich das meine) Mit einer EF von 35 bist Du noch relativ gut dran. Nach ereichen der Zieldosis kann sich das durchaus bessern....also immer brav die Medis nehmen....hm...aber das brauche ich einer Intensivschwester ja nicht zu sagen.... :D



Wende Dich am Besten an eine Rentenberatungsstelle. Die gibt es in allen größeren Kreisstädten. Die erklären die alles ganz genau und gehen auf Deine Fragen ein. Den Rentenantrag habe ich damals auf unserem Rathaus gestellt. Dort wurde dieser mit mir ausgefüllt. Bei Terminvereinbarung wird Dir genau gesagt, welche Unterlagen Du mitbringen sollst. Und dann geht alles seinen Weg.....Ich musste dann auch zum Vertrauensarzt. Ich hatte damals von vorne herein die Teilerwerbsrente beantragt und bekam promt die Vollerwerbsrente genehmigt. Da ich aber noch sehr gerne halbtags arbeite, habe ich Widerspruch eingelegt, was natürlich auch genehmigt wurde. Meine Rente läuft unbefristet bis zum Übergang in die Altersrente.

Du kannst auch einen Schwerbeschädigtenausweis beim Versorgungsamt beantragen. Das klingt zwar erst mal doof - ist es aber gar nicht. Du erlangst dadurch einen Steuerfreibetrag und 5 Tage mehr Urlaub. Ausserdem greift dann auch der Kündigungsschutz anders bei Dir. Ich kann es Dir nur empfehlen. Wenn Du den Ausweis hast, solltest Du diesen aber Deinem Arbeitgeber vorlegen. Du solltest in dem Antrag alle Deine Krankheiten angeben....falls Du also noch andere Probleme hast...Bandscheiben z.B., dann gib das an...es wird mit angerechnet...

Hört sich alles sehr bürokratisch und langwierig an....ist es aber eigentlich gar nicht. WEnn Du alle nötigen Unterlagen parat hast und alles ordentlich beantragt wurde, dann geht das relativ schnell.....so zwischen 1 und 3 Monaten.

Ich bin froh, dass ich nicht mehr ganztags arbeiten muss, denn das würde mich und mein Herz ganz schön schlauchen...drum kann ich nur empfehlen, wer die Möglichkeit hat,den Rentenantrag zu stellen....

Wünsche Dir viel Glück und Erfolg....und falls Du noch Fragen hast.....nur her damit !!



LG, Illy

Beste Grüße, Illy ;)

agloco

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:59

Sei herzlich Willkommen Hedi/Diana und fühle dich wohl. :)

Die Illy hat das ja schon wunderbar erklärt. Auch in möchte eigentlich jeden ermutigen auf die Bremse zu treten, wenigstens vorsorglich. Was nicht heißt, dass man sich schonen soll sondern eben einen Gang runterschalten. Und wenn es, wie bei dir, noch möglich ist zu arbeiten, wäre es tatsächlich sehr sinnvoll über eine Teilerwerbsunfähigkeit nachzudenken. In wie weit sich das finanziell auswirken wird, muss dann doch jeder selbst sehen.
Doch bei dir dürfte, wenn du den Antrag ordentlich stellst, es relativ flott gehen, was wohl aber auch von Amt zu Amt unterschiedlich ist.
Bei mir persönlich sieht das aufgrund meines Alters und der Umstände ganz anders aus...lediglich Grundsicherung würde mir zustehen, was aber durchaus zwei Jahre der Bürokratie in Anspruch nehmen würde.
Daher, wenn dir die Möglichkeit gegeben ist, versuche es. Deinem Herzen wird es sicher gut tun - auf lange Sicht. :)

Aber sage mal...du sprichst da ganz frei und locker drüber...wie hast du diese Diagnose und ich denke du kennst die Erkrankung vieleicht auch aus deinem Beruf, aufgenommen ?

Liebe Grüße
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens 2008 8% Ef und 2017 48% EF- Defiträger

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hedi

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 09:44

Danke für die nette Begrüßung

Naja, so locker sehe ich es nicht, wie es wohl rüber kommt. Ich habe zwei kleine Kinder und da macht man sich natürlich Sorgen über die Zukunft. Ich weiß schon was auf mich zu kommt, aber ich lebe im hier und jetzt. Meine Familie und meine Arbeit lenkt mich ab und in Selbstmitleid kann und will ich nicht verfallen. Ich versuche erstmal Arbeitsstunden zu reduzieren, soweit es finanziell geht, gehe engmaschig zur Kontrolle( günstig wo ich arbeite :D ) und hoffe das ich noch etliche Lebensjahre habe die auch qualitativ gut sind. Ich kenne Leute da ist die Diagnose vor 10 Jahren gestellt worden und die arbeiten heute noch, das wär so mein Ziel :thumbup:

Alex ich habe noch eine Frage an Dich. Du bist Defiträger, dies soll bei mir in 2-3 Jahren auch notwendig werden, ist da noch autofahren möglich und wieviel GdB hast Du danit im Schwerbeschädigtenausweis?

Liebe Grüße Diana

Ilo

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 12:51

Diana, warum soll der Defi bei Dir in 2-3 Jahren notwenig werden ? Das hängt doch von keinem Zeitfaktor ab, sondern davon, wie es Deinem Herzen geht. Bei meiner Diagnosestellung 2007 hatte ich ne EF von 25. Damals wollten mir alle so nen Defi implantieren. Aber ich war sooooo stur und wollte das auf keinen Fall. Heute hab ich ne EF...zwischen 35 und 40 und lt Ärzten ist der Defi derzeit absolut nicht nötig...weil ich auch keinerlei Probleme mit Vorhof- oder Kammerflimmern habe....

Beste Grüße, Illy ;)

Andy

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Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:08

Hallo Diana
Willkommen im forum

Zu deine Fragen: GDB 50% bei Defi und auf deine Herzerkrankung kommt dann auch noch %und man kann vieles machen. Sogar Autofahren.
Ob du ein Defi bekommst liegt an deine Erkrankung.
Habe selbst einen zur Sicherheit. Man kann damit Leben und braucht keine Angst zu haben.


LG Andy
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hedi

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Donnerstag, 24. Februar 2011, 17:46

Warum defi in 2-3 Jahren?

also ich habe einen kompletten Linksschenkelblock, dadurch kommt es zu einer verspäteteten Kontraktion der linken Herzkammer. Die Gefahr einer Herzrhytmusstörung ist da gegeben. Mein Kardiologe meinte in 2-3 Jahren ist die Technik so ausgereift das man einen SM mit Defi zusammen implantieren kann. Ob das in 2 Jahren oder in 10 Jahren bei mir notwendig wird entscheidet richtig das Fortschreiten der Erkrankung. Im Moment geht es mir gut und so soll es auch bleiben. Ich sage immer bei mir ist das Glas immer halb voll, nicht hablb leer:)

LG Diana

Ilo

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Donnerstag, 24. Februar 2011, 17:49

Gute Einstellung....sehr gut !!!

Ich habe GdB 60 ....ohne Defi....

Beste Grüße, Illy ;)

Herzdame

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Donnerstag, 24. Februar 2011, 18:04

Zitatausschnitt Hedi ..."in 2-3 Jahren ist die Technik so ausgereift das man einen SM mit Defi zusammen implantieren kann..."

In 2-3 Jahren ? Ich habe seit 4 Jahren einen Defi incl. SM-Funktion.
Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.

Andy

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Freitag, 25. Februar 2011, 09:09

Mein Kardiologe meinte in 2-3 Jahren ist die Technik so ausgereift das man einen SM mit Defi zusammen implantieren kann. Ob das in 2 Jahren oder in 10 Jahren bei mir notwendig wird entscheidet richtig das Fortschreiten der Erkrankung. I
LG Diana


Hallo
Da gibt es sicher ein Mißverständniss. Denn Defi und SM gibt es schon. Ich habe genau wie Herzdame einen SM und Defi. Der Defi schockt wenn mein Herz zu schnell schlägt, dass liegt bei 190. Vorher geht das ATP an. Liegt bei 145. und der SM spricht an wenn mein Herz zu wenig schlägt. Das liegt bei 40. Herzrhytmusstörung habe ich.
Frag mal deinen Kardiologen was er da genauer meint. Es gibt einige 1000 die sowas auch haben.= Einen Defi mit Schrittmacher Funktion.

LG Andy
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