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Susily

Anfänger

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1

Mittwoch, 26. Januar 2011, 16:01

Mein Mann-nicht vorsichtig??

Hallo Ihr Lieben,

mein Mann hat vor 1,5 Jahren einen Herzinfarkt gehabt (er war damals grad 28 Jahre alt und ich kannte ihn damals auch noch nicht). Jetzt hab ich einige Probleme und weiß nicht wirklich weiter. Zum einen ist er Raucher - alles bitten und betteln das er aufhört hilft nicht wirklich - er will zwar laut ihm aber scheinbar kriegt er es nicht hin. Was kann ich da in die Richtung tun?? Das nächste ist das er beruflich sehr viel Stress hat und kaum Zuhause ist - wenn er aber mal Zuhause ist (nur am Woe) will er putzen usw. weil er ein schlechtes Gewissen hat da ich immer alles alleine mache. Ich schaffe es absolut nicht ihn davon abzubringen - das ist wie ein Wahn bei Ihm. Wie schaffe ich es das er ruhiger wird?? Das er einsichtiger wird???? Das er sich nicht noch mehr Stress macht als er ohnehin beruflich schon schon hat???
Ich verzweifel wirklich - der steuert doch direkt auf den nächsten Infarkt zu!!! Ich hoffe Ihr versteht was ich damit fragen will.....

Wenn ich versuche mit Ihm zu reden tut er es immer ab - es wäre doch alles ok und ich wäre doch manchmal wie eine Glucke.... Ich weiß wirklich nicht mehr weiter!!!!!

Viele liebe Grüße
Susi

Andy

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2

Mittwoch, 26. Januar 2011, 16:51

Hallo susi
Willkommen im Forum. Dein Mann arbeit sich auf ein 2ten HI hin. Ich selbst war wie er . Viel arbeiten, Raucher und voller Stress. Habe mit dem Rauchen auf gehört. und habe versucht neu an zu fangen. Nix hat geklappt. Habe trotdem mein restliches Gehör verloren und denke es kommt noch einiges da zu. Als ich den HI bekam, waren 2 Gefässe dicht. Nach dem man den zweiten geöffnet hat, bekam ich in der Nacht einen Schlaganfall. Zum Glück war er klein und ich könnte selber was dagegen machen.
Heute trage ich ein Defi. Und bin Gehörlos. Dein Mann kann an sich arbeiten und auch mit der hilfe der Ärzte aufhören mit dem Rauchen. Aber er muss es auch wollen und stark bleiben.
Wenn du fragen hast, dann frag. Mich oder die anderen.
Bin seit 24.10.2007 Ex Raucher und fange nie mehr an.


LG Andy
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agloco

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 03:58

Herzlich Willkommen Susi,

ja, die sturen Männer, dass ist so eine Sache.
Wie Andy schon sagte, ist er dabei seinen zweiten Herzinfarkt zu produzieren.
Man kann das leider sehr sehr häufig beobachten, dass Menschen nach einem überlebten Herzinfarkt so schnell wie möglich wieder in ihr altes Leben zurück möchten. Da werden gute Vorsätze gefasst und im Alltag bemerkt man, dass diese kaum einzuhalten sind. Was jedoch vom Wille abhängig ist. Da arbeitet man ebend wieder Vollzeit, weil man nicht auf gewissen Luxus verzichten möchte, raucht weiter, isst ungesund und bewegt sich zu wenig. Warum auch ändern, man fühlt sich ja wieder halbwegs gesund und fit. Und schließlich haben die Ärzte ja alles repariert. Hier liegt jedoch der Hase begraben. Denn die Ursache eines Herzinfarktes, kann nur jeder selbst therapieren. (in den meisten Fällen)
Hast du denn eine Ahnung, wie der erste Infarkt entstanden ist, wie man ihn anschließend therapiert hat ?
Des weiteren, wie schwer war dieser Infarkt, eher ein kleiner ohne weitere Folgen oder ein schwerer Herzinfarkt...eventuell hat er gar auf der Schwelle gestanden ? Ich denke, dass dies bei seinem Verhalten eine große Rolle spielen könnte. Das würde ich gerne wissen wollen.

Ich denke du wirst das nicht gerne hören wollen, dass dieses, für deinen Freund, übervorsichtig wirkende Verhalten, ein Beziehungkiller werden könnte. Natürlich wird jeder hier deine Ängste vestehen, die wahrscheinlich größer sind als die deines Freundes und völlig berechtigt.

Meinst du, er ist sich seiner Lage überhaupt bewusst ?

Liebe Grüße
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens 2008 8% Ef und 2017 48% EF- Defiträger

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Susily

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 10:35

Was ich weiß ist das er den HI als "Schwäche" von ihm ansieht und Schwächen akzeptiert er nur sehr bedingt. Ich habe den Eindruck, dass er verdrängt aber nicht akzeptiert das es passiert ist und damit weiterlebt und das Beste draus macht!

Sein Diagnose lautete:

Akuter Hinterwandinfarkt als Erstmanifestation einer koronaren Eingefäßerkrankung - Primär erfolgreiche Akut-Rekanalisation der rechten Koronaraterie mittels PTCA und Stentimpantation.

So, ich kenne mich nicht wirklich gut aus und eh ich etwas falsches schreibe hab ich es einfach abgeschrieben :S

Ich will auch ganz sicher nicht wie eine Glucke auf ihm hängen - nur ich merke immer mehr das er sich einfach überhaupt nicht drum kümmert und suche nun für mich einen Weg wie ich das hinbekomme, dass er es annimmt, akzeptiert und einfach mehr auf sich achtet ohne ihn unter Druck zu setzen. Außerdem versuche ich einfach noch mehr zu lernen ohne ihn Fragen zu müssen um einfach die Ernährung etc. umzustellen.

Ich bin euch wirklich unheimlich dankbar für jeden Rat!!

Ganz liebe Grüße

Herzdame

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 11:12

Hallo Susily,

tja, "Schwächen" gelten ja bei Manchen immer noch als wahnsinnig "unmännlich". Und gerade in dem jungen Alter ist man sicher erst mal persönlich gekränkt und dann entrüstet, dass einem sowas passieren konnte. Vielleicht braucht dein Freund/Mann noch ne gewisse Zeit, bis sich das alles gesetzt hat und er es verdauen kann - vll. kann er dann auch ein paar Schritte in Richtung gesünder leben akzeptieren.
Bis dahin würde ich an deiner Stelle schon mal unterstützend mitwirken, wie du schon schreibst z.B. mit gesünderer Ernährung und solchen Sachen, die nicht unbedingt so ins Auge fallen und dich als "Glucke" dastehen lassen.
Ich persönlich kann die Verhaltensweise deines Freundes gut nachvollziehen, weil es mir nach meinem plötzlichen Heztod ähnlich erging, ich wollte möglichst schnell möglichst genau das Leben wieder führen, wie es vorher war und wenigstens nach außenhin so wirken, als wäre alles super und wieder in Ordnung. Allein, das Leben selbst bringt einem dann nach und nach bei, dass es genau sooo nicht weitergeht, dass man einfach dem, was passiert ist Tribut zollen muss durch vernünftigere Verhaltensweisen (auch wenn's schwerfällt). Aber wie gesagt, das ist eine Entwicklung, die man erst mal mitmachen muss. Da können Andere noch so schlau daherreden, man will es anfangs einfach nicht akzeptieren. Ich habe mich auch durch eine gewisse anfängliche "Überbetüddelung" meiner Umgebung arg genervt gefühlt und das auch jedem mitgeteilt, der es hören wollte oder nicht.
Dies gilt ganz klar nicht für alle, aber für manche Menschentypen sicherlich. Der erhobene Zeigefinger führt oft zur energischen Abwehrhaltung.
Vielleicht kannst du liebevoll "am Ball bleiben", dich selbst weiterhin schlau machen (auch über die psychischen Reaktionen, die man nach solchen Events haben kann) und ihm dann, wenn er es zulassen kann, hilfreich zur Seite stehen.
Übrigens finde ich es toll, dass du hier gelandet bist und dich informierst!
Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.

Susily

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 11:26

Ein weiteres Problem ist einfach das er von Monatag bis Donnerstag beruflich weg ist und in einem Hotel lebt. Das macht es für mich natürlich noch schwerer untertourig etwas für Ihn zu tun.

Ich kann ihn auch wirklich gut verstehen - ich hatte zwar keinen HI und nur einen Reizmagen aber bis ich akzeptiert habe das ich nun gesünder leben muss hat auch einige Zeit gedauert. Klar ist es nun wirklich kein Vergleich aber wenigstens ist es ansatzweise so. Das mit der Raucherei belastet mich ja am meisten und eben der Stresszustand!!

Ich bin euch wirklich so dankbar für Eure Hilfe!!!!!

Andy

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 13:45

Rauchen uns Stress ist das reine Gift dfür das Herz. mein Chef wollte mich deshalb nicht mehr haben. Aus angst das ich umkippe. Man soll sich schonen auch wenn es schwer fällt. für mich war es die Hölle. Denn ich bin gerne draußen und arbeite gerne in der Natur.
Was soll es. Man soll nachdenken. Entweder Schonen oder recht bald wieder in der Klinik liegen.
Ich habe das beste gemacht.
Denn das Leben besteht nicht nur aus Arbeit.

lg andy
Gib nicht auf sondern mache das Beste daraus

Illy

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Donnerstag, 27. Januar 2011, 20:12

Es wird für Dich wohl komisch klingen.....aber niemanden kann man zu seinem Glücke zwingen !!!

Ich denke, je mehr Du auf ihn einredest, um so mehr wird er sich dagegen auflehnen und ablehnen. Auch mit dem Rauchen...wer nicht von selbst aufhören will, der wird es nie schaffen. Schreib ihm doch einfach mal die Adresse dieses Forums auf einen Zettel und bitte ihn, sich hier mal einzuwählen und in aller Ruhe die Schicksale dieser Menschen hier durchzulesen....das kann er alleine in aller Ruhe machen...vom Hotel aus.

Und wenn er immer putzen und Dir helfen will....und Du das nicht möchtest, hm..dann musst Du eben dafür sorgen, dass es keinerlei Arbeit gibt, wenn er nach Hause kommt..... :D ..Geht gemeinsam schön essen - oder mal ins Kino....das bringt Abwechslung und keine Arbeit...

Beste Grüße, Illy ;)

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