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Umberto

unregistriert

11

Mittwoch, 12. Juli 2017, 17:28

...das frage ich mich auch, kann mich an nichts erinnern, kann also nichts allzu Aufregendes gewesen sein ;)

Habe inzwischen eine Pulsuhr und gucke ab und zu mal, was die so anzeigt. Nicht immer 130, aber oftmals Ruhepuls von 90 und sobald ich aufstehe und spazieren gehe/ mich angeregt unterhalte/ koche etc. etc. 130... richtige Belastung habe ich nicht ausprobiert. Ich glaube, mein nächster Weg ist tatsächlich zu einem Sportmediziner, der mir dann erstmal erklären kann, ob es nicht ganz normal ist, als sehr aktiver Mensch plötzlich einen zu hohen Puls zu haben, wenn man von heute auf morgen nichts gemacht hat.

Meine Ärztin ist übrigens ganz und gar der Meinung, dass weitergesucht werden muss. Aber sie denkt auch andere Sachen (Neurologie) und würde jetzt nicht sofort noch einmal Herz vorschlagen. Schließlich kanns ja irgendwie auch immer eine ganz andere Ursache haben.

Danke für den Zuspruch übrigens - ich bin bzw. meine ganze Familie ist in Sachen Arztbesuch sowas von unerfahren, dass ich ganz ehrlich gesagt einfach nicht weiß, wie man sich normal verhält...

Wolle

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12

Donnerstag, 13. Juli 2017, 12:32

...das frage ich mich auch, kann mich an nichts erinnern, kann also nichts allzu Aufregendes gewesen sein ;)
Also keine Ansprache unserer Kanzlerin. 8)

Meine Ärztin ist übrigens ganz und gar der Meinung, dass weitergesucht werden muss. Aber sie denkt auch andere Sachen (Neurologie) und würde jetzt nicht sofort noch einmal Herz vorschlagen. Schließlich kanns ja irgendwie auch immer eine ganz andere Ursache haben.
Kann natürlich sein. Auf jeden Fall weiter suchen.
Danke für den Zuspruch übrigens - ich bin bzw. meine ganze Familie ist in Sachen Arztbesuch sowas von unerfahren, dass ich ganz ehrlich gesagt einfach nicht weiß, wie man sich normal verhält...
Immer Fragen stellen. Solange, bis Du sicher bist, dass Du verstanden hast, was die Docs sagen.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.

Umberto

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13

Sonntag, 16. Juli 2017, 20:54

Vielen Dank.... ich bin nun erstmal in der neurologischen Abteilung nächste Woche, aber meine Ärztin hat jetzt sogar schon von sich aus angedeutet, dass sie mich vielleicht noch nach Berlin schicken will, um in einem Herzzentrum eine zweite Meinung einzuholen (warum nicht nach Cottbus - Beziehungen?).

Außerdem wurden bei mir nun alle möglichen Allergien festgestellt und ich frage mich, ob die nicht auch am hohen Puls ihren Anteil haben können. Tierhaarallergien und etwas Heuschnupfen hatte ich schon immer, aber die Ergebnisse waren für alle getesteten Sachen 'sehr hoch' (Hausstaubmilben, Hund, Katze, Birke, Roggen, Schimmel, Gräser), ebenso der Inhalationsscreen. Das war jetzt nur der Bluttest, aber ich denke, dass die Atemprobleme vielleicht davon kommen und der hohe Puls eine andere Zusatzerscheinung ist. Nahrungsmittelintoleranzen würde ich gerne noch testen - die sollen ja angeblich auch so fiese Schwindelanfälle etc. verursachen.

Jedenfalls hatte ich vor 2 Tagen wieder so einen 'Anfall', aber Puls und Blutdruck waren solange relativ ok (Puls 94 und Blutdruck normal); es war beim Essen. Manchmal habe ich auch schon gemerkt, dass ich so richtige Hitzewallungen beim Essen bekommen hab, was ich denn auf den hohen Puls schob, aber vielleicht war das da ähnlich, dass ich eigentlich aufgrund des Essens auf ganz verschiedene Weisen reagiert habe.

In welchem Verhältnis Allergie, Belastung und Herzrasen in Postbelastungsphasen stehen, das muss ich irgendwie noch herausfinden... oder das ist ein gesondertes Problem, was zB mit Schlafmangel oder Abwehrreaktion des Körpers als Antwort auf mehr Anstrengung (Lunge/Bronchien) zu erklären wäre. Und vielleicht kommt es immer nachts, weil ich dann liege und außerdem mehr mit Milben in Kontakt komme als sonst. Ohrenrauschen soll angabeblich auch ein Symptom von Allergien sein - das würde zumindest erklären, warum es nicht immer da ist, und besonders schlimm ist, wenn ich früh aufwache. Auf der Fähre hatte ich es zum Beispiel nicht.

Hat hier jemand Erfahrung mit Allergien und Herz? Vielleicht hab ich auch einfach zwei voneinander unabhängige Probleme gleichzeitig.

Wolle

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14

Sonntag, 16. Juli 2017, 21:08

Vielen Dank.... ich bin nun erstmal in der neurologischen Abteilung nächste Woche, aber meine Ärztin hat jetzt sogar schon von sich aus angedeutet, dass sie mich vielleicht noch nach Berlin schicken will, um in einem Herzzentrum eine zweite Meinung einzuholen (warum nicht nach Cottbus - Beziehungen?).
Würde mal vermuten dass es daran liegt, das Berlin wahrscheinlich das größere und erfahrenere Herzzentrum besitzt. Die in Cottbus sind ja relativ neu dabei.
Hat hier jemand Erfahrung mit Allergien und Herz? Vielleicht hab ich auch einfach zwei voneinander unabhängige Probleme gleichzeitig.
Schwer zu sagen, kann durchaus eine zufällige Überlagerung zweier Probleme sein, kann aber auch zusammenhängen.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.

Umberto

unregistriert

15

Freitag, 21. Juli 2017, 19:31

Mhm, interessant, vielen Dank.
Neurologische Untersuchung war unauffällig, wobei wieder die Tachykardie bestätigt wurde (Schellong-Test). Psychosomatisch scheint es auch nicht zu sein, jedenfalls konnte niemand etwas finden bisher.

Seit zwei Tagen nehme ich auf Anraten mehrerer Ärzte nun abends 1/2 Meto Hexal 23.75g (Metoprolol). Die nehme ich abends, da ich meistens dieses Herzrasen über Nacht am meisten spürte und weil ich solche Angst vor Müdigkeit am Tag hatte, dass ich sie nicht früh nehmen wollte (denn müde bin ich ja sowieso schon). Bisher merke ich keinen Unterschied bzw. kann nicht sagen, ob es mir besser oder schlechter geht, weil andere Variable noch in das (Wohl)befinden mit hineinspielen (zB Schlafmangel im Krankenhaus etc.).

Der Neurologe meinte, dass diese Mini-Dosis ungefähr genauso ist, wie wenn man abends und morgens einen Joint raucht... wobei ich die Gleichheit der Wirkungsweise schon sehr bezweifle. Jedenfalls habe ich mich bisher nicht total benommen oder auch nicht ausgeglichener gefühlt als vorher.

Der Arzt meinte auch, dass ich vielleicht einen hohen Puls habe, weil ich nicht ordentlich abtrainiert habe (wegen der Virusinfektion, an die jetzt fast alle glauben und die ja der Anfang des Problems war). Also meinte der Arzt, dass ich jetzt wieder anfangen sollte gaaaanz langsam mit Sport (aber nach vorheriger Absprache mit einem Facharzt) und dass es schon sein kann, dass sich das Pulsproblem danach von alleine löst.

Wie merke ich denn, ob das Pulsproblem nach einer Weile gelöst ist - ist das dann so, dass man bei BB-Einnahme dann plötzlich einen Puls von 40 hat, wenn man eigentlich gar keine bräuchte? Oder reguliert das der Körper irgendwie alleine?

Wie schnell gewöhnt sich der Körper an BB und wie schnell/einfach kann man sie wieder absetzen, wenn man merkt, dass sie nicht helfen?

NinaS

User für alles

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16

Sonntag, 23. Juli 2017, 22:24

Wurde auch Myokarditis oder Perikarditis mal in Betracht gezogen???
Das ist anscheinend auch schwer zu diagnostizieren - mein Freund wurde damals erst voller Überzeugung auf Lungenentzündung behandelt, was sich dann als falsch herausstellte.
Irgendwie musste ich bei Deiner Geschichte spontan daran denken. Gerade weil da Erkältung und Anstrengung zusammentrafen.

Mein Freund hatte es doch recht schnell überstanden.
Ihm hatte kinesiologische Ursachenfindung und -auflösung sehr geholfen. Von den Ärzten war er damals fast aufgegeben worden. Doch saß er 4 Monate später wieder aufm Fahrrad. Letztes Jahr schaffte er es sogar wieder auf eine passable Ejektionsfraktion/Herzleistung und auf ein beachtliches Pensum an körperlichem Training. Von wegen aufgeben!

Gib auch Du die Hoffnung nicht auf. Vielleicht kann ja auch Dir geholfen werden mit kompetenter kinesiologischer oder anderer Therapie, auch wenn das nicht funktioniert wie "Pillen einwerfen und gut is".

Viel Erfolg und Glück!

Umberto

unregistriert

17

Mittwoch, 2. August 2017, 21:05

Ja, Myokarditis wurde jetzt mal erwähnt. Ist schon alles eigenartig: die Ärzte im Krankenhaus meinten, ich sei herzgesund, aber gegen den hohen Puls sollte ich Betablocker nehmen. Meine Hausärztin und auch ihre Vertretung meinten, ich hätte bestimmt irgendwann mal (im Oktober 2016, als ich *vielleicht* einen Virus hatte) eine Myokarditis und die hat jetzt diese Erschöpfung zurückgelassen.

Dann wollte ich eine zweite Meinung einholen, da mich meine Hautärztin (wegen Allergien in Behandlung) nochmal anstupste und mir jemanden in Cottbus ans Herz legte. Der Arzt ist gerade im Urlaub, aber ein anderer Oberarzt an derselben KLinik schaute sich noch einmal das Langzeit-EKG und EKGs an und meinte, er sähe keinen Behandlungsbedarf und gar nichts auffälliges.

Sobald ich etwas tue (schwimmen, paddeln, schneller gehen), bin ich sofort außer Atem und 'kann nicht mehr' (gar nicht mein Stil), daher dachte ich, ich frage jetzt nochmal eine Sportmedizinerin mit kardiologischer Ausrichtung, wie ich am besten mit dem Training wieder anfange. Sie nahm sich sehr viel Zeit und ging nochmal alle Befunde mit mir durch und sagte dann, dass sie gar nichts sagt, bevor wir ein MRT vom Herz gemacht wurde. Sie meinte, es könnten alle recht haben - entweder ich hatte eine Myokarditis und habe dementsprechende Symptome, die auch so lange andauern können und die dann eher auf ein weiteres sportliches Pausieren hindeuten würden. Oder ich habe ganz etwas anderes (oder gar nichts) und ich könnte sofort mit Sport anfangen, denn ich bin mittlerweile so unfit, dass meine Probleme auch daran liegen könnten.

Sie ließ sich nicht auf Spekulationen ein und verhängte bis zum MRT erst einmal ein Sportverbot. Das MRT findet nächste Woche statt.

Hat hier jemand Erfahrung damit... was muss man da erwarten? Wird da etwas gespritzt oder macht man das meistens ohne Kontrastmittel?

Und sagt mal, kann es auch einfach sein, dass diese Ärztin unbedingt noch ein MRT machen will, weil sich damit ganz gut Geld verdienen lässt? Sie wollte mir auch gleich die doppelte Menge an Betablockern empfehlen (obwohl sie ja, wie sie selbst sagte, gar keine Diagnose hat - bis auf den hohen Puls) - es klang schon sehr nach Unterstützung der Pharmaindustrie, denn sie konnte mir dann auch nicht genau erklären, warum ich mehr BB nehmen sollte. Ihre Begründung war, dass meine Dosis 'homäopathisch' wäre (wie sie sagte) und dass die empfohlene Menge täglich 34 mg sein, ich nehme aber nur gut 11mg abends. Wie kann das sein, dass die Kardiologen im Krankenhaus, die mich 4 Tage lang dort hatten, mich ohne MRT nach Hause schicken und sagen, es gäbe keine kardiologischen Einschränkungen, dass ein anderer Kardiologe einer anderen KLinik sagt, es gäbe gar keinen grund zur Sorge - und dass dann eine dritte Kardiologin sagt, sie könnte mir bezüglich Sport und Pulsbereichen etrc. gar nichts sagen, da sie erst einmal ausschließen muss, dass der Herzmuskel beteiligt ist? So viele Ärzte und so viele Meinungen?


Sie schaute sich auch das Echo und andere Sachen an und meinte, dass man sehen könnte, dass das Herz fast zu groß sei (also ist es nun zu groß oder nicht - die Zahl ist 12, der Referenzbereich irgendwas-12, also ist es doch innerhalb der Norm, oder nicht?). Und wenn die Pumpfunktion normal ist, kann es dann überhaupt sein, dass die Atemnot und Herzrasen vom Herzen selbst kommen?

Mit kinesiologischen Methoden kenne ich mich gar nicht au - Tabletten nicht einwerfen finde ich gut. Da muss ich mal googlen, was das überhaupt bedeutet.

NinaS

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18

Mittwoch, 9. August 2017, 08:50

Hallo Umberto,

Ja, google das mal, es ist bestimmt einen Versuch wert. Auch bei Kinesiologen kann man nicht von jedem Hilfe erwarten, aber ich wünsche Dir Glück - so auch bei den Kardiologen!
Klar, manche wollen Geld machen.
Ich denke, Kardiologen stehen allgemein sehr unter rechtlichem Druck. Jeder glaubt, die Leitlinientreue am intelligentesten zu verfolgen.
Ein MRT ist aber meines Wissens und meiner Erfahrung nach sinnvoll bei unklaren Dingen. Zu den Werten hab ich keine Infos. Aber ich würde mich darauf einlassen, ein MRT zu machen.
Mein Freund ist ein totaler Skeptiker in Sachen Schulmedizin, aber sogar er lässt jetzt mehrere MRT machen um Aufschluss zu bekommen über das was ihn beeinträchtigt. Ich war selbst schon mehrmals im MRT und fand das befremdlich, aber harmlos. Und ich bin ein Angsthase.
Beim CT wird Kontrastmittel gespritzt, so viel weiß ich. Aber beim MRT? Ich glaube eher nicht.

Alles Gute

Wolle

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19

Mittwoch, 9. August 2017, 10:38

Beim CT wird Kontrastmittel gespritzt, so viel weiß ich. Aber beim MRT? Ich glaube eher nicht.
Beim MRT nicht, wäre auch witzlos.
Grüße, Wolle

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Wintermute

angehendes Mitglied

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20

Mittwoch, 9. August 2017, 19:29

Es wird höchstwahrscheinlich Gadolinium verwendet werden. Damit können entzündliche oder ichämische Bereiche und Narben sichtbar gemacht werden. Entsprechend sinnvoll zur Feststellung ob was vorliegt oder vorlag was die Symptome erklärt.

LG
Wintermute