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  • »ThomasChristin« ist der Autor dieses Themas

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Freitag, 10. Januar 2014, 13:51

Mein Mann ist Herzkrank

Hallo erst mal und ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich hier richtig bin :whistling: das was ich bis her gelesen habe hier ist echt ganz schön schlimm, was euch allen passiert ist!!!

Mein Mann 46 hatte im September einen schweren Hinterwand-Infarkt (ich kann mit diesen Arztwörtern einfach nichts anfangen) er lag zehn Tage auf Intensiv und hat drei Stands eingesetzt bekommen. Bis zu diesem Vorfall war immer alles in Ordnung und er war auch fast nie krank oder sonst irgend etwas. Wir haben unser Leben genossen - uns geliebt, gelacht, gefeiert, getanzt, gearbeitet, waren für alle und für jeden da - und plötzlich ist alles anders! Ich bin unheimlich froh meinen Mann noch bei mir zu haben und kümmer mich auch um alles (Medizin, Ernährungsumstellung, Sport, Ämter) aber ich habe auch so Angst um ihn und jetzt hat er am 2.1.14 schon wieder angefangen zu arbeiten und er hat keinen leichte Job sondern muss Möbel aufbauen und einbauen und sein puls ist auch nicht wirklich in Ordnung und schlafen kann er auch nicht wirklich gut bzw. wird er abends einfach nicht müde :/ Ich hab auch mit dem Arzt schon gesprochen aber der winkt irgendwie nur ab und nimmt das auf die leichte Schulter, aber ich seh doch das es meinem Mann nicht wirklich gut geht. Auch unser Sohn (17) schimpft mit ihm. Wir sind alle drei voll Berufstätig aber ich muss echt sagen das ich bald nicht mehr kann und nicht mehr weiter weiß. Vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben oder etwas Hilfestellung was die Medi betrifft oder vielleicht bin ich auch wirklich nur zu ängstlich.... ?(

Wolle

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Freitag, 10. Januar 2014, 20:06

Moin,

herzlich willkommen hier.

Dass Du Angst um Deinen Mann hast, ist sehr verständlich und auch nicht ganz unberechtigt. Schließlich ist sein Herz schwer geschädigt.
Dein Mann befindet sich in einer psychischen Extremsituation, versuche, das zu verstehen.
Hierzulande werden Männer dazu erzogen, die Macher zu sein, die alles mit Leichtigkeit wuppen. Nun kann Dein Mann das plötzlich nicht mehr, das geht an die Wurzeln seines Selbstwertgefühls. Daher ist es sehr schwer für ihn, das zuzugeben. Schimpft nicht mit ihm, das macht es nur schlimmer. Helft ihm, aus dieser Falle herauszukommen. Zeigt ihm, dass er auch ohne die alte Leistungsfähigkeit noch ein wertvoller Mensch ist.

Nachtrag: Was die medizinischen Fachbegriffe angeht, solltest Du unbedingt den Ärzten so lange Löcher in den Bauch fragen, bis Du alles verstanden hast.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.

Carmen

kann nicht mehr ohne Board

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Freitag, 10. Januar 2014, 20:32

Hallo,

willkommen hier im Forum ;)

Dass Du Angst um Deinen Mann hast, kann ich schon nachvollziehen, Du darfst aber nicht den Fehler machen, in Panik zu verfallen, zu der vlt. auch gar kein Grund besteht ;)
Und dass er nach der Arbeit oft noch sehr müde ist, kann ich auch gut verstehen - so ein Herzinfarkt setzt dem Körper schon ganz schön heftig zu.

Aber ich würde da jetzt erst einmal ein bisschen abwarten, natürlich ohne ihn aus den Augen zu lassen - das dauert schon, bis er körperlich wieder einigermaßen fit ist, das kann Wochen und Monate dauern. Allerdings denke ich, daß er sein Leben nicht unbedingt so fortführen kann, wie Ihr das nach Deiner Schilderung getan habt: für jeden da zu sein, überall aktiv dabei zu sein etc. Aber Du kannst mir eines glauben, das Leben ist trotzdem lebenswert, auch wenn man nicht mehr überall mitmacht - es wird ja trotzdem gelacht, gefeiert, gereist, gearbeitet, nur halt vielleicht ein bisschen langsamer und ruhiger, aber das ist nicht so schlimm, weil man sich daran tatsächlich gewöhnen und dann auch durchaus genießen kann. Ich war auch erst 38 Jahre alt, als ich krank wurde und bis dahin sehr aktiv und temperamentvoll unterwegs - aber selbst ich habe mich an die neuen Umstände gewöhnt und trotzdem ein lebenswertes und liebenswertes Leben geführt- und führe es auch immer noch.

Wartet jetzt erst einmal ab, was sich da bei Deinem Mann noch tut - von September bis jetzt, das ist ja noch keine lange Zeit bei einer Herzerkrankung. Es ist ja immerhin schon sagenhaft, daß er dieses schweren Infarkt überhaupt überlebt hat, das lässt doch einiges leichter ertragen. Wichtig ist jetzt vor allem, daß er seine Medikamente zuverlässig nimmt, er sollte da nicht nachlässig sein.

Was meinst Du denn in Deinem Posting mit "Hilfestellung, was die Medi betrifft"? Da kann nur er selber was machen, nämlich die Medikamente zuverlässig einzunehmen, nicht damit aufzuhören oder zu reduzieren, wenn man mal meint, daß es einem besser geht ;).

Ich drück' Euch jedenfalls die Daumen, daß Ihr bald mit der neuen Situation zurecht kommt.

Viele Grüße - Carmen