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Günni

Anfänger

  • »Günni« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 22. Dezember 2013, 18:19

Pumpschwäche, habe Angst

Hallo,
meine EF liegt bei 42. Diesen Wert hatte ich ungefähr (38) auch schon 2009 beim MRT. Leider hat sich mein persistierendes Vorhofflimmmern seit Juni 2013 in ein permanentes umgewandelt. Laut Kardiologen ist eine Rhythmusherstellung dauerhaft nicht mehr zu erreichen, nachdem bereits alles versucht wurde (Medikamente und Ablation). Durch das Rhythmusmedikament Amiodaron hatte ich eine Schilddrüsenüberfunktion Typ II, die sich langsam zurück in einen Normalzustand entwickelt, wenn nicht sogar in eine Unterfunktion, die angeblich leichter zu kompensieren ist als eine ÜF. Bei einem neuen MRT im März 13 wurden Narben gefunden und evtl. Hinweise auf ein Ödem oder ein altes Infarktareal. Ein Herzkatheter hat keine aktuellen Durchblutungshemmnisse erbracht. Das dauerhafte Vorhofflimmern wird jetzt medikamentös frequenzkontrolliert und lässt sich aushalten. Eine erneute Ablation möchte mein Rhythmologe (Kardi) nicht mehr vornehmen, behauptet auch, dass das Flimmern keine Prognoseverschlechterung ergeben würde. Auf die Pumpleistung sollte jedoch unabhängig davon aufgepasst werden. Ich dürfe aber leichten Ausdauersport (z.B. Walken) machen.
Treppen kann ich 2-3 Stockwerke je nach Tagesform gut nach oben eilen auch wenn ich oben ein bisschen mehr pusten muss.
Habe jetzt alles über Herzschwäche in den Broschüren der Herzstiftung gelesen und bin absolut verunsichert. Habe das Gefühl ich sehe meine (neg.) Zukunft bereits als Fahrplan vor Augen. Als Medikamente nehme ich Valsartan, Beta-Blocker und Inspra (Aldosteron-Blocker). Habe mir eine Zweitmeinung in Bad Oeynhausen geholt anhand meiner Befunde. Hat nichts neues gebracht nur eine erneut MRT könne ich machen, was mein Kardiologe in Hannover (Prof der MHH) für unnötig hölt. Die Überlebensstatistik macht nicht gerade Mut, obwohl der Kardi meint, man könne den jetzigen Zustand auch lange Zeit anhalten und die Pumpleistung evtl. leicht anheben (?). :S
So sieht es aus für mich als Neuling hier. Außer meiner Ehefrau versteht kam jemand meine Ängste.

Knöpfchen

kann nicht mehr ohne Board

Beiträge: 132

Wohnort: Wien

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2

Sonntag, 22. Dezember 2013, 21:40

Hallöchen!

Hab gerade leider etwas wenig Zeit und den Beitrag jetzt nur überflogen, aber ich kann dir nur sagen: lass dich von Überlebensstatistiken nicht wahnsinnig machen. Sind auch viele alte Menschen miteingeschlossen und viele Menschen mit andren Erkrankungen usw.
Ich war total fertig als bei mir rauskam, dass mein Herz zu schwach ist und ich dachte ich würde nie wieder einen "fast" normalen Alltag haben, aber es geht.
Wichtig ist meiner Meinung nach nicht, sich von Statistiken und Berichten im Internet zu "ernähren" sondern von Foren wie diesen, wo BETROFFENE reden. Die nämlich erzählen das, was in den Berichten der offiziellen Seiten viel zu kurz kommt: uns gehts gut! Der Grossteil von uns hat eine Art "normalen" Alltag entwickelt und wir haben gelernt auf kleinere Dinge wert zu legen (:
In einem schwereren Fall scheint es fast unmöglich, dass man wieder Treppen steigen kann oder ähnliches, aber es geht mit der Zeit (: Gut Ding braucht natürlich Weile.

Tipp von mir: Ließ dir lieber hier die Erfolgsgeschichten durch von betroffenen Personen, als unpersönliche Überlebensstatistiken von Zielgruppen oder Krankheitsbildern die auf sehr viele garnicht zutreffen.

Gib der Sache Zeit... vor 3 Monaten hab ich gedacht, ich hab nimmer lang, ich machs Beste draus. Jetzt sag ich: hey, ich leb lang und ich hab fast einen normalen Alltag (: Diese Überlebensstatistiken sind echt "unnötig". Wirst du hier im Forum öfter lesen (:
Ich hab überall nur die offiziellen Berichte usw gelesen und war dann total deprimiert. Dann hab ich mir hier die Geschichten durchgelesen und seitdem bin ich absolut guter Dinge (:
Und die lieben Menschen hier durchleben es, und haben darum ein bissle mehr Ahnung und darum ist DAS hier gold wert (: Allein schon, weil sie einen echt aufbauen können :love:

Gute Besserung und alles Liebe (:
Knöpfchen
Lebensfreude ist die beste Kosmetik.



Gine2013

angehendes Mitglied

Beiträge: 59

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3

Sonntag, 22. Dezember 2013, 22:34

Hallo Günni,
bitte verliere nicht den Mut. Ich bin zwar erst seit April krank aber meine EF ist auch zwischen 40 und 45 %.Mein Kardiologe meint, ich könnte damit durchaus alt werden. Ich habe kein Vorhofflimmern aber unzählige Extrasystolen - war kürzlich beim Rhythmologen und der meinte auch, dass die die Krankheit nicht entscheidend beeinflussen. Ich kenne auch die Ängste aber inzwischen bin ich zuversichtlich. Die Medis können viel bewirken. An manchen Tagen fühle ich mich fast ganz gesund.
Alles Gute für dich !
Gine :) glocken

rudi1

ist interessiert

Beiträge: 18

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4

Montag, 23. Dezember 2013, 10:47

Zitat

Wichtig ist meiner Meinung nach nicht, sich von Statistiken und
Berichten im Internet zu "ernähren" sondern von Foren wie diesen, wo
BETROFFENE reden. Die nämlich erzählen das, was in den Berichten der
offiziellen Seiten viel zu kurz kommt: uns gehts gut! Der Grossteil von
uns hat eine Art "normalen" Alltag entwickelt und wir haben gelernt auf
kleinere Dinge wert zu legen (:

In einem schwereren Fall scheint es fast unmöglich, dass man wieder
Treppen steigen kann oder ähnliches, aber es geht mit der Zeit (: Gut
Ding braucht natürlich Weile.
Genau so ist es. Unser Knöpfchen hat so viel Lebensmut und -freude ... das steckt uns alle mit an !
Gruß , Horst

waldmann

Anfänger

Beiträge: 2

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5

Montag, 23. Dezember 2013, 12:03

Hallo,
mein Vorfofflimmern ist seit 2003 permanent, meine Medis ähnlich.
Frequenz unter 100 und ein 'Tag - Nachtrhytmus ist erkennbar. Mein EF 55 % , ich bin m 66 Jahre alt.
Mich stören derzeit immer mal Extraschläge, Treppen kann ich ohne Schnaufen steigen, auch 5 Klimmzüge bei 88 kg.
LG

Günni

Anfänger

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Beiträge: 3

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6

Montag, 23. Dezember 2013, 17:48

Hallo,
ich danke Euch für Eure Beiträge. Lasst uns im Gespräch bleiben. Ich werde versuchen mein Gewicht weiter herunterzufahren (über Weihnachten nicht leicht!). Derzeit wiege ich 75 kg bei 168 cm. Vielleicht muss mein Herz sich dann weniger anstrengen.
In der letzten Januarwoche muss ich wieder zu meinem Prof. in Hannover. Habe jetzt häufig kalte Füße, weil mein Puls so runtergefahren ist. Nehme noch Digitalis zum Puls bremsen.

Gesegnete Weihnachten glocken

DerDon

User für alles

Beiträge: 26

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7

Sonntag, 5. Januar 2014, 13:40

Vorhofflimmern

Ich habe bei einer EFH von 30 auch seit 4 Jahren Chronisches Vorhofflimmern.Ich hoffe du hast einen Implantierten Defibrillator.Wenn nicht würde ich schnellstens da rauf bestehen. Und vergesst eure Niedergelassenen Kardiologen, geht sofort in die Notaufnahme einer Großen Klinik, dort wird euch wirklich geholfen.Die Niedergelassen Kardiologen sollten besser Golf spielen, es gibt natürlich auch kompetente, aber die sind selten. Medikamente nehme ich Amidaron 1Lassix Long 30mg 2* Concor 5 mg 3*+50 mg Spirolaction und noch ein paar andere Medis, die aber auf die Herzkrankheit eigentlich keine Wirkung haben sollten.(zeitweise hatte ich täglich 27 Tabletten)
Ich habe auch Angst und meine Frau noch mehr,und auch mein Sohn. Aber ein Defi ist schon die halbe Miete (60%) und wenn das Gewicht passt kannst du Steinalt werden.Versuche es zu verdrängen, sonst kannst du kein Lebenswertes Leben mehr leben. Ich weiß, das ist schwer ,aber es geht. bei akuten Angstzuständen kann ich dir Diazephan empfehlen, aber wirklich nur im Notfall, den es macht abhängig. Wenn du fragen hast ruf an, ich habe nebenbei viel über die Kardiologie gelernt (ca.10 Jahre Studium via Internet) und kenne die meisten Medikamente und deren Wirkung/Nebenwirkung. Und bei dem Flimmern den INR immer ab 3 und 3,5 halten,sonst ist der Schlaganfall eine hohe Gefahr. Regelmäßig kontrollieren!
Wie gesagt , soweit ich eure fragen beantworten kann , ruft ruhig an. 06503/952953 Heinz Krämer , Deutschland
Kopf hoch, Tod -gesagte leben länger! Es laufen so viele tickende Zeitbomben glücklich durch die Welt und werden alt, der einzige Unterschied ist das wir wissen das wir ein wenig krank sind. :thumbsup:

DerDon

User für alles

Beiträge: 26

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8

Sonntag, 5. Januar 2014, 14:08

P.S. Ich habe auch bereits 2 Ablationen und etliche Kardioversionen (Schock Therapie) hinter mir. Und die gemessen Herzleistung schwankt zwischen den Kardiologen um bis zu 15 %. Ein normal Gesunder Mensch hat 60-65% und ein Spitzensportler 80-90%. Also mach dir nicht zu viele Sorgen, pass nur auf das du keine Infektionen bekommst und hallte deine Zähne in Ordnung, den die sind schon oft der Grund für Herzmuskelentzündungen gewesen.

Wolle

Moderator

Beiträge: 494

Wohnort: Hamburg

Beruf: Manager eines ökotrophologischen Kleinunternehmens

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9

Sonntag, 5. Januar 2014, 17:14

Moin,
Die Niedergelassen Kardiologen sollten besser Golf spielen,
Hier nimmst Du den Mund aber reichlich voll, ich kenne niedergelassene Kardiologen, die mir besser geholfen haben als manche Klinikärzte.
Wenn du fragen hast ruf an, ich habe nebenbei viel über die Kardiologie gelernt (ca.10 Jahre Studium via Internet)

Hier auch. Andere als Du hier sind schon ein bisschen länger dabei, ich zum Beispiel. Ich habe zwangsweise vor 55 Jahren angefangen, mich mit Herzkrankheiten zu beschäftigen (angeborener Herzfehler) und habe schon so manchen Arzt auf den Pott gesetzt.
Übrigens würde ich meine Telefonnummer nicht so öffentlich schreiben, sondern nur per PN verschicken.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.