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agloco

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  • »agloco« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 1. Februar 2009, 02:06

Medikamentenübersicht

Die am häufigst verwendeten Medikamente bei Herzinsuffiziens.

* ACE-Hemmer in allen Stadien,
* AT1-Antagonisten: Blocker des Angiotensin-II-Rezeptors (Subtyp 1); bei Unverträglichkeit von ACE-Hemmern,
* die Betablocker Bisoprolol, Carvedilol, Metoprolol und Nebivolol generell ab NYHA II,
* Aldosteronantagonisten ab NYHA-Stadium III.
Noch unzureichend ist die Studienlage für

* Kalzium-Sensitizer (z. B. Levosimendan).
* Renin-Antagonisten (z. B. Aliskiren).

Symptomatische Indikation bedeutet, dass diese Medikamente nur eingesetzt werden müssen, wenn bestimmte Symptome vorliegen und diese durch das Medikament gebessert werden. Dazu zählen
* Diuretika bei Anzeichen für eine Überwässerung des Körpers,
* Digitalisglykoside bei Patienten mit Vorhofflimmern, einer deutlichen Leistungsschwäche oder häufigen Krankenhauseinweisungen wegen der Herzinsuffizienz und
* Antiarrhythmika bei symptomatischen Herzrhythmusstörungen.
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens 2008 8% Ef und 2017 48% EF- Defiträger

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Stevendcm

herzchen1971

kann nicht mehr ohne Board

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2

Sonntag, 12. Juli 2009, 17:27

Du hast noch was vergessen.

Und zwar nehmen viele noch Blutgerinnugsmittel, wie Marcumar oder ASS 100. ;)
Dun Spiro Spero
-Solange ich atme hoffe ich ....-

helium

kann nicht mehr ohne Board

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3

Sonntag, 12. Juli 2009, 17:36

Marcumar und ASS sind antiblutgerinnungsmittel und werden eigentlich nur bei Vorhofflimmern und oder Gerinsel eingestzt!

Gruß
helium

Bigi

gehört zum Inventar

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4

Sonntag, 12. Juli 2009, 20:06

Vielleicht sollte man ja mal darauf hinweisen,
dass es auch zu einem gefährlichen Pillen-Mix
kommen kann, wenn man verschiedene Medis
mixt, die man nicht lange nebeneinander nehmen
sollte.Also einer Kreuzreaktion zweier Medikamente.
Auch Überdosierung oder Unverträglichkeit können zu Herzversagen führen.
Jeder Arzt sollte misstrauisch werden, wenn ein Patient mehr als fünf Wirkstoffe bekommt.
So sollten Beruhigungsmittel, zur Vermeidung einer Sucht, mit den Wirstoffen Benzoduazepine und einige Nervendämpfer nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
Tabletten sollten nicht wild durcheinander geschluckt werden oder eigenwillig abgesetzt werden.
Einige findige Patienten praktizieren geradezu einen olympisches Ärzte-Hopping, um sich mit Tabletten zu versorgen, die ihnen von einem Arzt nur begrenzt verschrieben wurden.
Häufig überlange Doppelanwendung von an sich hilfreichen Medis, wie das Schmerzmittel Ibuprofen und einen Magensäurehemmer können gefährliche Wechselwirkungen, wie Verstärkung oder Minderung eines Effekts ergeben. :rtw:
Das Herz hat seine Gründe,die die Vernunft nicht kennt.

Blaise Pascal ( 1623-1662 ) Philosoph

stevehooks

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5

Sonntag, 12. Juli 2009, 20:27

Hallo Helium,

Die Antikoagulanzien wie Heparin oder Marcumar werden soviel ich weiß, ab einem gewissen Stadium und Größe des Herzens zur Standardmedikation. Da bei einem dilatiertem Herzen mehr Blut in den Kammern verbleibt, kann dort eine Gerinselbildung auslöst werden. Und wenn das dann marschiert, wirds gefährlich.

Ich muss das Zeug auch nehmen. ;(

Hatte ständig Ärger mit dem Quacksalber in Deutschland, weil die Gerinnungswerte so schwankten. Dabei habe ich das Zeug so genommen, wie angesagt.

Gruß Heiko

Daniel1988

kann nicht mehr ohne Board

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Beruf: gelernter Rettungsassistent, seit 01.09.09 Medizinstudent

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6

Sonntag, 12. Juli 2009, 23:36

Hallo stevehooks

Du hast recht, man geht immer mehr dazu über Antikoagulanzien ab einem gewissen Grad der pathologischen Herzgröße zu standarisieren.

Völlig unabhängig davon ob ein Vorhofflimmern durchgemacht wurde oder nicht

Liebe Grüße Daniel
Arrythmogene rechtsventrikuläre Dysyplasie, Träger eines Defigerätes, April 2008 Kammerflimmern, Februar 2009 Kammerflimmern,Herzstillstand.

Ich habe gelernt, egal wie viel ich mich kümmere, manche Menschen kümmert es nicht.

-- LEBE JEDEN TAG ALS WÄRE ES DEIN LETZTER --

herzchen1971

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7

Montag, 13. Juli 2009, 06:59

Ja das stimmt, ich hatte ja ein zu großes Herz durch die DCM hatte schon im KH prophylaxisch Heparin bekommen. Leider hatte sich trotzdem ein Thrombus, in der Herzkammer gebildet. Nach der Geschichte wurde ich dann auf Marcumar eingestellt.
Dun Spiro Spero
-Solange ich atme hoffe ich ....-

stevehooks

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8

Montag, 13. Juli 2009, 10:51

Hallo Ihr Lieben,

Herzchen, bitte gestatte eine kurze Frage. Wie ich laß hast Du die CRT erhalten und Dein Herz hat sich sehr erholt und verkleinert. Das freut mich übrigens ganz besonders für Dich und macht mir Mut.

Musst Du immernoch Antikoagulanzien nehmen oder konnte das im Hinblick der Besserung abgesetzt werden?

Danke und viele Grüße, Heiko

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stevehooks« (13. Juli 2009, 10:52)


herzchen1971

kann nicht mehr ohne Board

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9

Montag, 13. Juli 2009, 13:06

Hallo Heiko,

mein Herz ist fast wieder ein normales Herz, so gut erholt hat sich es. Ich hatte letztens ein längeres Gespräch mit dem Kardiologen.
Sie wollen nicht das Risiko eingehen, da ich ja schonmal einen Thrombus hatte, Marcumar abzustetzen :(
Es wurde überhaupt generell nichts an meinen Medikamtendosis verändert. Das Risiko ist denen zu groß, das sich das Herz verschlechtert.
Glücklich bin ich nicht gerade drüber, aber besser so wie einen Thrombus.
Und wer weiß was sich so in Zukunft alles noch entwickelt. Die Herzforschung hat sich ja in den letzen Jahren sehr rasant und positiv entwickelt.

Sonnige Grüße vom nördlichen Deutschland ;)
Manuela
Dun Spiro Spero
-Solange ich atme hoffe ich ....-

stevehooks

User für alles

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10

Montag, 13. Juli 2009, 14:36

Hallo Manuela,

Danke Dir sehr für Deine Antwort. Ok, dann mache ich mir keine Hoffnung von dem Zeug wegzukommen. Auch ich hatte einen Thrombus, allerdings in der Wade und heute wissen wir auch warum. Hatte meinen Flüssigkeitshaushalt fast gegen Null gefahren und das war fatal (Lungenembolie).

Danke und liebe Grüße, Heiko