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susa2577

kann nicht mehr ohne Board

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Montag, 15. April 2019, 06:07

So blöd wie die Untersuchung ist (Thilo freut sich jedes mal wenn sie nicht gemacht werden muss) würde ich es glaub ich dennoch machen lassen. Gerade wenn die Ärzte es dringend raten.
Lieben Gruß von der Susi

Mein Mann hat seit 2002 DCM, mittlerweile den dritten ICD, seit 11/2017 einen LVAD (Kunstherz) und ist seit 11/2018 für die HTX gelistet

Wolle

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112

Montag, 15. April 2019, 13:07

Der Kardiologe meinte, er würde dringend empfehlen, eine Myokard-Biopsie (Herzkatheter) zu machen.
Frage ihn einmal, ob das über die Vene oder die Arterie gehen würde und ob man das über den Arm bzw. die Halsvene machen kann. Das ist wesentlich schonender, weil du dann nicht noch stundenlang mit Druckverband herumliegen musst. Bei mir sind mehrfach Biopsien über die Halsvene gemacht worden. Das dauerte jedesmal gerade 15 Minuten und ich konnte sofort wieder aufstehen und nach Hause gehen.
In Kiel wird das immer so gemacht.
Grüße, Wolle

-------------------------
Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.

Charles1977

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113

Montag, 15. April 2019, 19:02

Er meinte, er wird den Schlauch über die Leiste einführen.

Ich habe halt etwas Sorge wegen den möglichen Komplikationen (Tod, Schlaganfall etc.) und frage mich ob ich das Risiko eingehen soll, obwohl es mir im Moment einigermaßen gut geht (Pumpleistung noch normal, nur leichte Beschwerden).

pelztier86

unregistriert

114

Montag, 15. April 2019, 20:46

Merkwürdige Herangehensweise bzw. Empfehlung deines Kardiologen.

Zitat

Es wurde mehrere EKG’s gemacht, Belastung-EKG, Echo, Blutuntersuchung und schließlich im Juni dann auch noch ein MRT. Alles war unauffällig

Zitat

Zur Abklärung habe ich dann jetzt kürzlich extra noch einmal einen im Bereich Myokarditis sehr renommierten Kardiologen in einer anderen Stadt aufgesucht. Dort wurde auch noch einmal Blut abgenommen, ein EKG und ein Echo gemacht.

Wenn diese ganzen Untersuchungen alle in Ordnung waren, sehe ich persönlich keine Indikation für eine invasive Untersuchung, also einen Katheter mit Biopsie. Die Myokarditis konnte damals ja nicht einmal bestätigt werden.
Noch sinnvoller wäre es in der aktuellen Situation meines Erachtens die Herz-MRT zu wiederholen und/oder eine Spiroergometrie, bei der man sehen kann, ob überhaupt unter Belastung eine kardiale oder respiratorische oder anderweitig Limitation vorliegt, durchzuführen. Wenn die Entzündung weiterhin aktiv oder es zu einer Autoimmunreaktion gekommen wäre (vorausgesetzt, damals wäre es eine Myokarditis gewesen), müsste bei anhaltendem Prozess eigentlich ein LGE in der MRT zu sehen sein.
Ein Katheter mit Biopsie garantiert meines Wissens nach zudem auch keinen 100% sicheren Ausschluss einer Myokarditis. Und wenn nicht einmal die Beschwerden signifikant sind, würde ich, wenn es mich beträfe, den Vorschlag als völlig überzogen empfinden.
In aller Regel werden Myokardbiopsien zudem über einen im Vergleich zum Linksherzkatheter unkomplizierteren Rechtsherz- und nicht Linksherzkatheter gewonnen, wobei das rechte Herz nicht von einer Myokarditis mit betroffen sein muss.

Chrissy

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115

Dienstag, 16. April 2019, 16:48

@Charles:
Hm schwierig...wenn es bei mir nicht besser wird dann meinte die Kardiologin könne man nur noch eine Biopsie machen. Mir geht es ähnlich wie dir...kann alles ausser Sport wieder machen nur die Schmerzen bei Belastung bleiben.
Meine Hausärztin rät mir aber von der Biopsie ab da es auf Virus hin deutet und man da eh nichts machen kann. Aber wenn du die Beschwerden schon so lange hast...
Ich wüsste im Moment auch nicht wie ich entscheiden würde und kann dir leider keinen Rat geben.

Gruß Chrissy

Wolle

Moderator

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116

Dienstag, 16. April 2019, 22:57

Er meinte, er wird den Schlauch über die Leiste einführen.
Frag' ihn, warum und warum er das nicht über die Halsvene machen kann. Dass es geht, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Grüße, Wolle

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Meine Gesundheit ist mir zu wichtig, um sie den Ärzten zu überlassen.

pelztier86

unregistriert

117

Dienstag, 16. April 2019, 23:40

Zitat

Frag' ihn, warum und warum er das nicht über die Halsvene machen kann. Dass es geht, weiß ich aus eigener Erfahrung.
das geht nur bei einem Rechtsherzkatheter. Bei einem Linksherzkatheter dagegen wird meist unter die Leistenarterie gegangen, in Einzelfällen über die Armarterie.

Charles1977

Anfänger

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118

Freitag, 6. September 2019, 20:18

So bei mir gibt es auch Neuigkeiten. Ich war jetzt noch einmal bei einem anderen Professor, um mir dort eine 2. Meinung zu holen. Es wurde Blut abgenommen, normales EKG gemacht, 24 Stunden EKG, 24 Stunden Blutdruckmessung, Schellong-Test, Lungentest und ein Echo. Ergebnis: keine Anzeichen auf Myokarditis, insgesamt stabile kardiovaskuläre Verhältnisse. Wiedervorstellung in einem Jahr zur Kontrolle. Es wird die Aufnahme eines körperlichen Trainings empfohlen.

So jetzt habe ich zwei diametral unterschiedliche Meinungen von zwei Kardiologieprofessoren: Der eine sagt, es muss dringend eine Biopsie gemacht werden, damit eine mögliche Entzündung nicht das Herz irreversibel schädigt. Der andere sagt, es muss erst mal gar nichts gemacht, sondern es kann ein Jahr abgewartet und es soll sogar Sport gemacht werden. Der eine Professor sagte, falls in der Biopsie eine Myokarditis festgestellt werden würde, würde er diese durch Gabe eines entzündungshemmenden Mittels oder eines antiviralen Mittels behandeln. Der andere sagt, eine Myokarditis sei in der Regel nur symptomatisch behandelbar und die Biopsie hätte keinerlei therapeutische Konsequenz. Und nun?

Leider haben sich die Symptome (Brustschmerz, Schwindel, Atemnot, Herzklopfen) zwischenzeitlich auch verschlechtert. Ich hatte versucht mich mit der Einnahme von Oreganoöl selbst zu therapieren. Dabei handelt es sich angeblich um ein natürliches Antibiotikum, welches auch eine entzündungshemmende Wirkung haben soll. Leider hat dies meine Symptome deutlich verschlechtert, obwohl ich es nur drei Tage genommen habe.

Ich tendiere dazu, jetzt erst einmal noch ein zweites MRT machen zu lassen. Wie seht ihr das?

Wintermute

Mitglied

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119

Freitag, 27. September 2019, 19:41

Hi Charles,

MRT macht jetzt meines Erachtens auch am meisten Sinn. Falls es irgendein entzündliches Geschehen im Herz gibt würde man dann ein LGE sehen.

KHK wurde ausgeschlossen? Treten die Symptome immer oder phasenweise auf? Ggfs könnten es auch Vasospasmen (Prinzmetal Angina) sein.

Wenn es das alles nicht ist hast du vielleicht auch einfach einen "Zustand nach Myokarditis". Hier gibt es viele (mich eingeschlossen) die in der Phase der Ausheilung über längere Zeit alle möglichen Symptome hatten.

Beste Grüße

Charles1977

Anfänger

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120

Dienstag, 5. November 2019, 18:22

Hi Wintermute,

vielen Dank für deine Antwort.

Wie lang hast du denn schon Symptome? Bei mir war die wahrscheinlich ursächliche Grippeerkrankung ja im April 2018 und die ersten kardialen Beschwerden im Mai 2018. Hast du das Gefühl, dass die Beschwerden langsam weniger werden? Gibt es irgendetwas mit dem du deinen Körper bei der Selbstheilung unterstützt?

Habe jetzt Anfang Dezember einen MRT Termin. Mal sehen was dabei rauskommt. Ich werde berichten.

Viele Grüße