Sie sind nicht angemeldet.

Betty1975

angehendes Mitglied

  • »Betty1975« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 44

  • Nachricht senden

1

Samstag, 29. September 2018, 23:12

Wieviel arbeitet ihr mit / trotz DCM ?

Hallo zusammen,

ich bin Betty, 42 und seit Dezember krankgeschrieben mit meinem Herz. Nachdem am Anfang die Diagnose Herzmuskelentzündung war, bin ich von vollständiger Genesung ausgegangen. Nach einem Auf und Ab der Gefühle, einer Reha und einem Besuch in der Uniklinik Münster ist die Diagnose nun DCM, es wird davon ausgegangen, dass sich die Pumpleistung aufgrund des Linksschenkelblockes bei 40-45 % einpendeln wird.
Momentan verlaufen die Tage bei mir ganz unterschiedlich. Ich halte mich an die Bewegungsempfehlungen, bewege den Hund und versuche den Haushalt hinzugekommen. An den Medikamenten wird noch herum gestellt und an ganz guten Tagen schaffe ich schon lange Spaziergänge, habe gut Luft und konnte ich jetzt sogar schon mal zum Yoga gehen, an schlechten Tagen liege ich viel und schaffe gerade mal die Mahlzeiten für die Kinder. Ob es an Wetter, Trinkmenge oder anderen Sachen liegt, kann ich gar nicht sagen....

Ich habe mit meinem Arbeitgeber geplant, dass ich im November mit der Wiedereingliederung ( mit 2 Stunden) starte. Ich sehe mich nach Normalität und freue mich sehr darauf. Jetzt waren die letzten 4 Tage leider welche von der schlechten Sorte. Ich hab fast nichts geschafft und muss mir eingestehen, dass ich wohl 5-6 Stunden Arbeiten am Stück nicht mehr schaffen werde :(


Wie arbeitet ihr nach der Diagnose mit ähnlichen Werten ?
Und wie ist es euch bei der Rückkehr ins Arbeitsleben ergangen ?


Bin gespannt auf eure Antworten


Liebe Grüße, Betty 5436221971176565__0









susa2577

kann nicht mehr ohne Board

Beiträge: 139

Beruf: Verwaltungsfachwirtin

Danksagungen: 2

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 30. September 2018, 09:11

Hallo Betty,

Thilo geht seit der Diagnose DCM (seine EF lag immer so um die 20%) und auch jetzt mit dem LVAD Vollzeit arbeiten.
Eine Reha hatte er nur jetzt nach der Implantation des LVAD, vorher hatte er nie eine.
Lieben Gruß von der Susi

Mein Mann hat seit 2002 DCM, mittlerweile den dritten ICD, seit 11/2017 einen LVAD (Kunstherz) und ist seit 11/2018 für die HTX gelistet

Betty1975

angehendes Mitglied

  • »Betty1975« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 44

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 30. September 2018, 15:11

Hallo Susi,

das macht ja Mut. Habe in einem anderen Post von dir auch gelesen, das ihr immer gereist seid. Hatte Thilo denn keine Symptome wie Schwindel, Brustschmerzen und Müdigkeit ? Bei mir wird noch an den Medikamenten rumgestellt, dann wird das hoffentlich besser.

Liebe Grüße, Betty

susa2577

kann nicht mehr ohne Board

Beiträge: 139

Beruf: Verwaltungsfachwirtin

Danksagungen: 2

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 30. September 2018, 15:18

Hallo Betty,

Brustschmerzen hatte er keine. Schwindel hatte er ab und zu mal, aber dann haben wir einfach einen ruhigen Tag eingelegt und gut wars. Oft war der Schwindel aber auch wetterbedingt und dann hat es mich genauso erwischt wie ihn. Zweimal wurde er im Urlaub vom Defi geschockt (einmal beim Essen mit nem Freund in Las Vegas und einmal in Österreich auf dem Weg zum Stubsi Gletscher) aber davon haben wir uns nicht stoppen lassen.
Und müde ist er eh immer.
Lieben Gruß von der Susi

Mein Mann hat seit 2002 DCM, mittlerweile den dritten ICD, seit 11/2017 einen LVAD (Kunstherz) und ist seit 11/2018 für die HTX gelistet

Stevendcm

Mitglied

Beiträge: 53

Wohnort: Harz

Beruf: Außendienstler

Danksagungen: 1

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 14:46

Hi Im Moment gar nicht weil das Gutachten vom Arbeitsamt aussagt nicht mehr wie 3 Std vermittelbar und die Rentenkasse sagt das Gegenteil.

sanpeaches

ist interessiert

Beiträge: 6

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 19. März 2019, 13:12

Hallo Steven,

gibt es bei dir was Neues? Was sagt die Rentenkasse?

Gruß Sandro

Stevendcm

Mitglied

Beiträge: 53

Wohnort: Harz

Beruf: Außendienstler

Danksagungen: 1

  • Nachricht senden

7

Montag, 20. Mai 2019, 19:32

Aloha Sandro

,nach einigen widersprüchlichen Aussagen von Ärzten bei der Kur und der Aussage vom Arbeitsamt, das ich mit dieser Krankheit nicht vermittelbar bin, habe ich Rente beantragt, Widerspruch bei der Ablehnung eingereicht und nun bin ich vor dem sozial Gericht.
Die Aussicht das die Klage zu meinen Gunsten ausgeht, ist eher unwahrscheinlich lt. zwei Ärzten aber da ich nun so weit gegangen bin lass ich es mal drauf ankommen.
Einige Leute haben auch Rente damit bekommen keine Ahnung nicht woran die das festmachen ... Tagesform ?
Wenn es nicht klappt, wäre bzgl. des Einkommens auch nicht böse drum aber bin mir Unsicher welcher Arbeitgeber mich mit dieser Krankheit und einem EF von 40 % einstellt.
Weiß auch nicht was ich im Moment nun machen soll, da nun das Arbeitslosengeld ausläuft für Harz4 besteht bestimmt kein Anspruch, da meine Partnerin ja gegengerechnet wird. Die Klage wird sich aber noch hinziehen.
Weiß auch gar nicht, ob ich ab dem 15.06 dann noch Krankenversichert bin.....
Im Moment ist vieles Ungewiss, aber wenigstens geht es mit der DCM im Moment ganz gut....
Sobald ich das Urteil habe gebe ich Bescheid, wenn Du Interesse hast.

oilie

User für alles

Beiträge: 21

Beruf: Technischer Angestellter

Danksagungen: 1

  • Nachricht senden

8

Mittwoch, 22. Mai 2019, 13:20

Wenn ich das hier so lese wird mir schlecht vor Wut.
Wie können die Kassen entscheiden, ja das geht schon mit ner EF von 40.
Ich habe annähernt 60% und kann nur voll arbeiten, weil ich keine körperliche Arbeit habe.
Wenn mal Tage dabei sind wo ich mehr auf den Beinen bin als im Sitzen, dann sind meine Akkus schon ziemlich leer.
Und wenn der Motor dann 33% weniger bingt dann wirds echt schwer voll zu arbeiten.
Rente wäre schon das richtige, vorallen, man kann ja etwas dazu arbeiten. Also die Hände nicht ganz in den Schoss legen.

Ich wünsche dir viel Erfolg , mögen die Mühlen der Justiz mal gerecht mahlen.
DCM diagnostiziert Mitte 2018 EF 46%
2019 EF 59%

BlueHeaven

User für alles

Beiträge: 27

Wohnort: Bayern

Beruf: Bürokauffrau

  • Nachricht senden

9

Montag, 27. Mai 2019, 11:51

Steven, ich drück dir die Daumen, dass sich das schnell klärt und du das durch bringst. Ganz schrecklich, wenn man sowieso schon angeschlagen ist und dann noch um sein Recht kämpfen muss.

Was hast du vorher gearbeitet?

Selbst hab ich Glück, eine (bzw. zwei) gute Stellen im Büro zu haben. Aber es macht mir auch immer Sorgen, wie es mal weiter gehen soll, wenn meine Hauptarbeit weg fällt.



Betty, wie läuft es bei dir?

Ich arbeite und habe immer Vollzeit gearbeitet im Büro. Anfangs lag die EF so um die 30%, mittlerweile wieder bei 50-55 %. Aber ich denke, es ist immer schwer zu sagen. Es sind nicht alle Tage gleich, oft bin ich froh drum und manchmal wünschte ich, es wäre anders. Ich habe auch noch einen Nebenjob (auch im Büro), das sind oft lange Tage. Die Arbeit geht ja noch, aber daheim ist ja auch noch was zu tun. Kochen, putzen, Haushalt, Garten, Pferd. Das wird mir schon öfters alles zu viel und für die Dinge, die ich tun MÖCHTE, bleibt kaum Energie.

Ironischerweise ist mein persönlicher Horror immer der Urlaub. Da ist entweder daheim so viel zu tun und dann soll man ja auch noch was Schönes machen. Das stresst mich total und ich freu mich dann immer wieder auf die Arbeit, bei der ich einen geregelten Tagesablauf habe.

Ähnliche Themen