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DerSohn

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Freitag, 9. November 2012, 20:23

Mama / Herzschwäche bei Kontrolluntersuchung

Schönen guten Abend, alle miteinander.

Mein Name ist Sven, ich bin 23 und bei meiner Mutter (48 Jahre jung) wurde vorletzten Montag eine Herzschwäche während der Kontrolluntersuchung beim Kardiologen diagnostiziert. Die EF beträgt 35 %, LVEDD liegt bei 63mm, Bewegungsstörungen der Vorderwand und Herzspitze, leichte Mitralklappeninsuffizienz.

Der Kardiologe war optimistisch und meinte, sie habe wohl eine Myokarditis durchgemacht und dass sich das alles wahrscheinlich wieder erhole (Geht das überhaupt?), möchte aber weder KHK noch DCM ausschließen, deswegen wurde für den 29. November ein Katheter angesetzt.

Natürlich macht meine Mama sich jetzt große Sorgen. Sie ist sehr in sich gekehrt, nachdenklich und lustlos, so kenne ich sie nicht. Körperlich ist sie nach eigenen Angaben fit, hat weder Luftnot noch ist sie schnell erschöpft. Sie geht arbeiten und ist auch sonst sehr aktiv.

Hier mal ein Auszug aus dem Bericht:

[b]Zweidimensionale Farbdopplerechokardiographie:[/b]
LV dilatiert, LVEDD 63mm. Keine linksventrikuläre Hyphertrophie. Resitriktives Füllungsmuster. Asynchrones Kontraktionsverhalten. Mittelschwer bis schwer reduzierte linksventrikuläre Funktion. Diffuse Hypokinesie mit Betonung anterior, anteriospetal und apikal. EF ca. 35 %. Leichte zentrale MI. Kein relevantes Vitium. Rechtsseitige Herzhöhlen nicht erweitert. RVSD 24mmHg (+ZVD). Kein Perikarderguss. A.ascendes nicht erweitert. V.cava inferior nicht erweitert mit inspiratorischem Kollaps.


Wie seht ihr das? Teilt ihr die Meinung des Kardiologen? Und wenn nicht, muss ich mir momentan große Sorgen um meine Mutter machen? Weiche kaum noch von ihrer Seite...

Carmen

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Sonntag, 11. November 2012, 09:41

Guten Morgen, Sven -

ja, das kann ich schon nachvollziehen, daß Du Dir Sorgen um Deine Mama machst.
Aber glaub' mir (ich bin wirklich eine "erfahrene" Herzkranke): heutzutage kann man da schon einiges machen. Die Herzkathederuntersuchung
wird den Ärzten wohl noch ausführlicherere Erkenntnisse über die Erkrankung Deiner Mutter geben, so daß dann auch noch gezielter dagegen vorgegangen werden kann. Wichtig auf jeden Fall ist erst einmal, daß sie sich schont, damit die Herzfunktion nicht noch schwächer wird - also nicht viel Sport oder anstrengende Tätigkeiten.
Und selbst wenn die Ärzte Euch mit erschreckend klingenden Behandlungsmethoden wie z.B. Implantation eines Defibrillators kommen sollten - keine Angst - ich kenne unheimlich viele Menschen denen der Defibrillator sehr geholfen hat (grad was die Asynchronität betrifft) und mir hat mein Defibrillator schon ein paar Mal das Leben gerettet.
Und die Medikamente heutzutage sind ebenfalls hoch wirksam - auch davor keine Angst, wenn sie helfen, haben sie ja ihre Berechtigung.Allerdings muß man bei der E
innahme auch sehr konsequent vorgehen. Aber das schafft Ihr schon :-)

Sven, halte uns doch auf dem Laufenden, wie es Deiner Mama geht und wenn Ihr was wissen wollt - einfach fragen.

Schönen Tag noch und viele Grüße - Carmen

agloco

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Donnerstag, 22. November 2012, 07:04

Hallo Sven,

da wir ja keine Ärzte sind und nur unsere Ansichten als Patienten vertreten können, können wir dir auch keine fachliche Aussage geben.
Zu deiner Frage ob so eine Myokarditis ausheilen kann: Ja, dass kann sie und das sogar völlig folgenlos. Das muss man aber stetig beobachten.
Ich finde es auch richtig, dass der Arzt deiner Mutter einen Katheter nahe gelegt hat. Da kann man viel mehr sehen und gleichzeitig viele Erkrankungen auch ausschließen, als es mit herkömmlichen Methoden machbar wäre.
Ich finde es toll, dass du dir solche Sorgen machst und dich hier erkundigen möchtest. Solch eine Diagnose ist nicht leicht zu verkraften auch wenn sie so tut als wäre alles in Ordnung. Vieleicht geht es ihr innerlich sehr schlecht jetzt, was absolut verständlich ist. Das wirst du ja auch verstehen. Spreche sie doch einfach direkt darauf an und gebe ihr somit die Möglichkeit zu einem Gespräch, dass kann schon viel bewirken. Ansonsten akzeptiere es einfach, dass sie jetzt etwas "anders" ist, es ist ein Schock und sie hat Angst wie jeder Mensch.

Wie Carmen schon sagt, halte uns auf den Laufenden Sven :)

Liebe Grüße
Alex
Linksventrikuläre Herzinsuffiziens 2008 8% Ef und 2017 50% EF- Defiträger

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DerSohn

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Samstag, 8. Dezember 2012, 17:09

So, Katheter haben wir hinter uns. Gefäße sind frei, keine KHK. Von dem Kardiologen, der den Katheter durchgeführt hat, wurde ein MRT empfohlen (weil er von einer ausheilenden HME ausgeht).

Beim Nachgespräch wurde davon jedoch kein Wort erwähnt, der behandelnde Kardiologe meiner Mutter möchte ihr nun scheinbar unbedingt eine Dilatative Kardiomyopathie aufs Auge drücken, ohne weitere Diagnostik durchzuführen, ohne von einer ausheilenden Herzmuskelentzündung o.ä. auszugehen.

Er sagte, er hätte eine Herzmuskelentzündung definitiv im Echo gesehen (Schwachsinn, oder? Und doch erst recht keine ausheilende), außerdem würde sich das Herz, auch wenn es sich um eine ausheilende HME handeln würde, sowieso nicht mehr davon erholen (Auch Schwachsinn, oder?)

Und wie kann es bitte sein, dass meine Mutter bei einer angeblichen EF von 35 % noch so fit ist? Nicht weniger als ich mit meinen 23 Jahren, während ihre Schwestern beim Treppensteigen auf halber Strecke schon schwer aus der Puste sind, ist sie schon oben mit mir.

Irgendwas läuft da falsch... Ich war nach dem Gespräch auch ziemlich sauer auf den Arzt, da er mir doch sehr voreilig erscheint.